Auf der Homepage des WDCS Deutschland heisst es:
"Island exportiert Walprodukte in die EU - Landet Schnitzel mit Wal-Anteil bald auf deutschen Tellern?
Nur wenige Tage nachdem eine illegale Lieferung Walfleisch aus Island in Lettland beschlagnahmt wurde, deckt die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS einen weiteren Skandal auf: Island exportiert trotz Handelsverbot Walprodukte in die Europäische Union. Walfänger sehen in der Herstellung von Wal-Mehl als Tierfuttermittel, das in der Fischzucht und intensiven Nutztierhaltung zum Einsatz kommen kann, sowie Walöl die Vorbereitung der Walfangländer für die Rückkehr zu kommerziellem Walfang in großem Stil, den viele Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfangkommission (IWC) herbeisehnen.
Nach Angaben der WDCS exportierte Island über 22 Tonnen so genanntes ‘Wal-Mehl’ in zwei Lieferungen - im Januar und März 2009 - nach Dänemark. Wal-Mehl wurde von der Welternährungsorganisation FAO als Ersatzprodukt für Fleisch und Knochenmehl für Schweine identifiziert. „Zu verhindern, dass mit Walprodukten ernährte Schweine der intensiven Nutztierhaltung letztendlich auf den Tellern deutscher, österreichischer und anderer EU-Bürger landen, ist nahezu unmöglich“, sagt Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS in Deutschland.
Die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS fordert die dänische Regierung und die relevanten EU-Behörden dringend auf, sofort Untersuchungen der isländischen Exporte einzuleiten. Island hat in den letzten Jahren mehr als 233 Tonnen Walprodukte mit einem geschätzten Gesamtwert von 3 Millionen US-Dollar exportiert, obwohl der internationale Handel mit Walprodukten durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) und der kommerzielle Fang von Walen von der Internationalen Walfangkommission seit 1986 verboten ist. Island erkennt keine der beiden Bestimmungen an.
„Der Handel mit Walprodukten erhält eine neue Dimension und zeigt, dass die Walfangindustrie kein Interesse hat, sich nur an irgendwelche Bestimmungen zu halten. Der Glaube vieler Regierungen der Europäischen Union, dass man mit Zugeständnissen gegenüber diesen Staaten eine Verbesserung erreicht, ist Realitätsverweigerung“, kritisiert Entrup von der WDCS in diesem Zusammenhang die Verhandlungen innerhalb der IWC, die bei der Jahrestagung plant, die Walfangaktivitäten Islands und Norwegens als auch Japans zu legitimieren. Ein solcher Schritt würde laut WDCS auch die Position der Europäischen Union im Rahmen der Beitrittsverhandlungen mit Island schwächen.
Zusätzlich zu dem offenkundig illegalen Handel mit Dänemark und Lettland exportierte Island unter Berufung auf seine oben genannten Vorbehalte gegenüber dem Handelsverbot Walprodukte im Wert von mehr als 2,5 Millionen US-Dollar in den letzten zwölf Monaten – inklusive 134 Tonnen nach Japan und diversen Lieferungen von Walöl nach Norwegen."
==>> Ich kann nicht nachvollziehen, warum aus Walen u. a. Tierfuttermittel hergestellt wird!! Und warum es überhaupt möglich ist, Wal-Produkte illegal zu exportieren, sollte den zuständigen Behörden mal zu denken geben!
"Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit." (Gandhi)
Dienstag, 23. März 2010
Montag, 22. März 2010
Wasserverschwendung der Fleischindustrie
Heute ist Weltwassertag!
Das ist der ideale Tag, um sich mal über die enorme Wasserverschwendung Gedanken zu machen. Für 1 Steak zum Beispiel werden 4.000 Liter Wasser benötigt!! Das folgende Video veranschaulicht die Ausmaße dieser Verschwendung:
Nicht nur beim Duschen, Zähneputzen oder Waschen verbrauchen wir Wasser; jedes Produkt trägt einen unsichtbaren „Wasserrucksack“ mit sich herum, der auch „virtuelles Wasser“ genannt wird und die Gesamtmenge des Wassers umfasst, die während des Herstellungsprozesses benötigt wurde. Beispielsweise benötigt man für ein einziges Kilo Rindfleisch 15.500 Liter virtuelles Wasser. Mit dieser Menge könnte man ein Jahr lang täglich duschen!
Doch wie kommt diese fast unglaublich hoch erscheinende Menge Wasser zusammen?
Geht man davon aus, dass ein Rind 3 Jahre lang lebt, bis es seines Fleisches wegen umgebracht wird, so hat es in der Zeit etwa 24 Kubikmeter an Trinkwasser schon direkt verbraucht. Dazu kommen noch weitere 7 Kubikmeter Wasser für die Reinigung der Ställe. Also stecken in jedem Kilo Rindfleisch 155 Liter Wasser. Da die Tiere auch etwa 1.300 Kilo Getreide und 7.200 Kilo Heu oder Silage zu sich nehmen, und diese Futtermittel angepflanzt und bewässert werden müssen, kommen noch weitere 15.300 Liter Wasser dazu.
Doch die Tierwirtschaft ist nicht nur ein enormer Wasserschlucker, sondern auch Wasserverschmutzer. Allein die Schweine in Deutschland erzeugen doppelt so viele Abwässer wie die menschliche Bevölkerung, die ungeklärt in den Wasserkreislauf zurück gelangen und daher die Menge und Qualität des verfügbaren Trinkwassers weiter einschränken. Doch in der oben aufgeführten Rechnung ist nicht berücksichtigt, welche Mengen gegebenenfalls im Laufe der Aufzucht der Tiere oder während des Anbaus der Futterpflanzen verunreinigt wurde, weshalb man davon ausgehen kann, dass noch mehr virtuelles Wasser in einem Kilo Fleisch stecken.
Auch die Wasserbilanz anderer tierischer Produkte ist negativ. So schluckt ein Glas Milch 200 Liter Wasser – während eine Tasse Tee nur 30 Liter verbraucht. Mit dem Wasserverbrauch für ein Ei könnte man 3 Äpfel bekommen und Weizen ist fast 12-mal Wasser sparender als Rindfleisch.
Dies zeigt klar auf, dass die vegetarische oder vegane Lebensweise nachweislich weniger Wasser (und andere Ressourcen) verbraucht, als tierische Produkte, und man gerade mit seiner Ernährung sehr viel zum Wassersparen beitragen kann.
==>> Was ist eure Meinung dazu?
Das ist der ideale Tag, um sich mal über die enorme Wasserverschwendung Gedanken zu machen. Für 1 Steak zum Beispiel werden 4.000 Liter Wasser benötigt!! Das folgende Video veranschaulicht die Ausmaße dieser Verschwendung:
Nicht nur beim Duschen, Zähneputzen oder Waschen verbrauchen wir Wasser; jedes Produkt trägt einen unsichtbaren „Wasserrucksack“ mit sich herum, der auch „virtuelles Wasser“ genannt wird und die Gesamtmenge des Wassers umfasst, die während des Herstellungsprozesses benötigt wurde. Beispielsweise benötigt man für ein einziges Kilo Rindfleisch 15.500 Liter virtuelles Wasser. Mit dieser Menge könnte man ein Jahr lang täglich duschen!
Doch wie kommt diese fast unglaublich hoch erscheinende Menge Wasser zusammen?
Geht man davon aus, dass ein Rind 3 Jahre lang lebt, bis es seines Fleisches wegen umgebracht wird, so hat es in der Zeit etwa 24 Kubikmeter an Trinkwasser schon direkt verbraucht. Dazu kommen noch weitere 7 Kubikmeter Wasser für die Reinigung der Ställe. Also stecken in jedem Kilo Rindfleisch 155 Liter Wasser. Da die Tiere auch etwa 1.300 Kilo Getreide und 7.200 Kilo Heu oder Silage zu sich nehmen, und diese Futtermittel angepflanzt und bewässert werden müssen, kommen noch weitere 15.300 Liter Wasser dazu.
Doch die Tierwirtschaft ist nicht nur ein enormer Wasserschlucker, sondern auch Wasserverschmutzer. Allein die Schweine in Deutschland erzeugen doppelt so viele Abwässer wie die menschliche Bevölkerung, die ungeklärt in den Wasserkreislauf zurück gelangen und daher die Menge und Qualität des verfügbaren Trinkwassers weiter einschränken. Doch in der oben aufgeführten Rechnung ist nicht berücksichtigt, welche Mengen gegebenenfalls im Laufe der Aufzucht der Tiere oder während des Anbaus der Futterpflanzen verunreinigt wurde, weshalb man davon ausgehen kann, dass noch mehr virtuelles Wasser in einem Kilo Fleisch stecken.
Auch die Wasserbilanz anderer tierischer Produkte ist negativ. So schluckt ein Glas Milch 200 Liter Wasser – während eine Tasse Tee nur 30 Liter verbraucht. Mit dem Wasserverbrauch für ein Ei könnte man 3 Äpfel bekommen und Weizen ist fast 12-mal Wasser sparender als Rindfleisch.
Dies zeigt klar auf, dass die vegetarische oder vegane Lebensweise nachweislich weniger Wasser (und andere Ressourcen) verbraucht, als tierische Produkte, und man gerade mit seiner Ernährung sehr viel zum Wassersparen beitragen kann.
==>> Was ist eure Meinung dazu?
Protest gegen Bücher aus Tropenholz!
Der WWF hat im letzten Jahr Kinder- und Jugendbücher testen lassen, um festzustellen, welche Hölzer tatsächlich in den Buchpapieren verwendet werden. Dabei haben sie herausgefunden, dass in vielen Büchern das Papier zum Teil Holzarten aus tropischen Regenwäldern enthält. Die meisten von ihnen werden in Asien hergestellt und in Deutschland verkauft. Das bedeutet ganz einfach ausgedrückt: In vielen Kinder- und Jugendbüchern steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit Regenwald!
Regenwälder sind die Heimat unglaublich vieler Tier- und Pflanzenarten und sind außerdem sehr wichtig für den Schutz unseres Klimas. Holz aus diesen Wäldern sollte also nicht einfach in unseren Büchern verarbeitet werden. Trotzdem verschwinden die letzten Regenwälder in rasantem Tempo => Pro Stunde werden 88 Fußballfelder Wald zerstört!!
Hier geht es zum Protest vom WWF:
https://www.wwf.de/themen/kampagnen/waelder-indonesiens/unterschriftenaktion/
Regenwälder sind die Heimat unglaublich vieler Tier- und Pflanzenarten und sind außerdem sehr wichtig für den Schutz unseres Klimas. Holz aus diesen Wäldern sollte also nicht einfach in unseren Büchern verarbeitet werden. Trotzdem verschwinden die letzten Regenwälder in rasantem Tempo => Pro Stunde werden 88 Fußballfelder Wald zerstört!!
Hier geht es zum Protest vom WWF:
https://www.wwf.de/themen/kampagnen/waelder-indonesiens/unterschriftenaktion/
Pferdemarkt in Polen illegal
Auf dem größten Pferdemarkt Europas werden 1.500 Rösser zum Schleuderpreis verscherbelt, um dann nach einem langen, qualvollen Transport beim Schlachter zu enden.
Auf der Internetseite kleinezeitung.at heisst es:
Tierschützer gegen illegalen Pferdemarkt
In Skaryszew in Polen findet der größte Pferdemarkt Europas statt. 1500 Rösser werden dort regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien gekarrt, wo sie auf der Schlachtbank landen. Unter welch furchtbaren Bedingungen Markt und Fracht verlaufen, schildert Niki Kulmer von der oststeirischen "TierWege". Er war unlängst mittendrin.
"Man kann sich das alles gar nicht vorstellen. Blutlacken auf dem Boden, Tiere stehen mit offenen Brüchen im Gatsch, der nächste Tierarzt ist 25 Kilometer entfernt, keine Kennzeichnungen der Tiere, kein gar nichts." Nur das Schreien und Wiehern der Pferde und die Angst in ihren Augen. Was Kulmer aber vor allem bemängelt: "Da war kein einziger Experte der EU, kein Kontrollor, alles illegal." Der Gipfel war schließlich ein Lkw, der im Anschluss des Marktes einen Unfall hatte. "Viele Pferde starben dabei, jene, die verletzt überlebt hatten, sollen weiter nach Italien transportiert worden sein."
Mahnmal für Tiere
Die Tierschützer fordern nun einmal mehr eine Verstärkung der Tiertransport-Kontrollen. Außerdem sollten diese Märkte durch EU-Beamte geprüft und mehr Polizisten in Österreich geschult werden. Noch vor Ostern will Kulmer deshalb auch in Brüssel intervenieren.
Um diese Forderungen zu untermauern, soll demnächst auch das bereits fürs Vorjahr angekündigte Mahnmal gegen Tiertransporte an der A2 bei Laßnitzhöhe errichtet werden. Das Objekt soll sieben Meter lang sein "und niemanden kalt lassen".
Auf der Internetseite kleinezeitung.at heisst es:
Tierschützer gegen illegalen Pferdemarkt
In Skaryszew in Polen findet der größte Pferdemarkt Europas statt. 1500 Rösser werden dort regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien gekarrt, wo sie auf der Schlachtbank landen. Unter welch furchtbaren Bedingungen Markt und Fracht verlaufen, schildert Niki Kulmer von der oststeirischen "TierWege". Er war unlängst mittendrin.
"Man kann sich das alles gar nicht vorstellen. Blutlacken auf dem Boden, Tiere stehen mit offenen Brüchen im Gatsch, der nächste Tierarzt ist 25 Kilometer entfernt, keine Kennzeichnungen der Tiere, kein gar nichts." Nur das Schreien und Wiehern der Pferde und die Angst in ihren Augen. Was Kulmer aber vor allem bemängelt: "Da war kein einziger Experte der EU, kein Kontrollor, alles illegal." Der Gipfel war schließlich ein Lkw, der im Anschluss des Marktes einen Unfall hatte. "Viele Pferde starben dabei, jene, die verletzt überlebt hatten, sollen weiter nach Italien transportiert worden sein."
Mahnmal für Tiere
Die Tierschützer fordern nun einmal mehr eine Verstärkung der Tiertransport-Kontrollen. Außerdem sollten diese Märkte durch EU-Beamte geprüft und mehr Polizisten in Österreich geschult werden. Noch vor Ostern will Kulmer deshalb auch in Brüssel intervenieren.
Um diese Forderungen zu untermauern, soll demnächst auch das bereits fürs Vorjahr angekündigte Mahnmal gegen Tiertransporte an der A2 bei Laßnitzhöhe errichtet werden. Das Objekt soll sieben Meter lang sein "und niemanden kalt lassen".
Schwerin führt Veggieday ein
Zur Abwechslung mal positive Nachrichten! Schwerin ist nach Bremen die 2. deutsche Stadt, die den Veggieday einführt!
Ab sofort zählt der Freitag als fleischfreier Tag, hier der ganze Bericht:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schwerin-fuehrt-fleischfreien-freitag-ein
Ab sofort zählt der Freitag als fleischfreier Tag, hier der ganze Bericht:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schwerin-fuehrt-fleischfreien-freitag-ein
Freitag, 19. März 2010
Eisige Zeiten für den Eisbären
Schlechte Neuigkeiten von der CITES-Konferenz, denn es wurde gegen den Antrag der USA gestimmt, den internationalen Handel mit Eisbären und Fellen zu verbieten und den Eisbären (Ursus maritimus) von Anhang-II auf Anhang-I hoch zu stufen.
Hier der komplette Bericht von der Homepage des NABU:
"EU blockiert besseren Schutz der weißen Riesen
18. März 2010 - Knuts wilde Vettern müssen sich warm anziehen. Am heutigen Donnerstag stimmten die EU-Staaten auf der 15. CITES-Konferenz in Katar geschlossen gegen den Antrag der USA, den internationalen Handel mit Eisbären und Fellen zu verbieten und den Eisbären (Ursus maritimus) von Anhang-II auf Anhang-I hoch zu stufen. Die Konsequenz einer solchen Listung hätte einen kompletten internationalen Handelsstopp für Eisbären und Eisbärprodukte bedeutet.
„Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass das Plenum auf der CITES-Konferenz nächste Woche den Antrag noch einmal aufgreift. Die EU ist eindeutig mit verantwortlich für dieses Resultat. Mit ihren 27 Stimmen ist sie der stärkste Stimmblock auf der Konferenz – ihre Zustimmung hätte das Blatt gewendet“, sagte NABU-Artenschutz-Expertin Heike Finke in Doha. Geschätzte 20.000 bis 25.000 Eisbären streifen noch durch Kanada, Grönland, Norwegen, Russland und die USA. Der Klimawandel setzt den Tieren zu, Eisbären sind massiv gefährdet. Eine Anhang-I-Listung hätte den Eisbären zumindest die Bedrohung durch den internationalen Handel erspart.
In einigen Herkunftsländern wie Kanada werden Eisbären traditionell von indigenen Völkern bejagt. Diese Völker erhalten eine Quote und fürchten nun um dieses Vorrecht. Dabei berührt eine Anhang-I Listung weder ihre Subsistenzwirtschaft noch die Trophäenjagd. Lediglich der internationale Handel zum Beispiel mit Fellen von Kanada nach Japan würde unterbunden. Jährlich werden 216 Felle exportiert: Davon 87 Prozent aus Kanada und 13 Prozent aus Grönland. 59 Prozent des Gesamtexportes geht nach Japan, dem Hauptabnehmer für Felle. Außerdem übt die Wilderei Druck auf die bedrohte Art aus. Geschätzte 700 Eisbären werden in Russland jährlich gewildert. „Alles in allem setzen diesem charismatischen Tier viele verschiedene Faktoren zu. Den internationalen Handel zu unterbinden und damit die illegale Jagd weniger reizvoll zu machen, wäre eine Verantwortung von CITES – man nennt das ‚Vorsorgeprinzip‘, so Finke.
Alle Eisbären-Länder außer den USA sprachen sich gegen ein Handelsverbot aus – Klimawandel sei das Hauptproblem, so die Begründung. Unterstützung fand der Antrag der USA hingegen aus Afrika – die Redebeiträge einiger Delegierter ließen keinen Zweifel offen: Die Art ist massiv bedroht und wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um den Eisbären zu schützen. Finke: „Gerade weil Eisbären massiv durch den Klimawandel unter Druck geraten, muss verhindert werden, dass jährlich zudem noch hunderte Tiere für den Handel abgeschossen werden.“"
==>> Was ist eure Meinung zu der Entscheidung, dass der Handel mit Eisbärenfellen weiter legal bleibt?
Hier der komplette Bericht von der Homepage des NABU:
"EU blockiert besseren Schutz der weißen Riesen
18. März 2010 - Knuts wilde Vettern müssen sich warm anziehen. Am heutigen Donnerstag stimmten die EU-Staaten auf der 15. CITES-Konferenz in Katar geschlossen gegen den Antrag der USA, den internationalen Handel mit Eisbären und Fellen zu verbieten und den Eisbären (Ursus maritimus) von Anhang-II auf Anhang-I hoch zu stufen. Die Konsequenz einer solchen Listung hätte einen kompletten internationalen Handelsstopp für Eisbären und Eisbärprodukte bedeutet.
„Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass das Plenum auf der CITES-Konferenz nächste Woche den Antrag noch einmal aufgreift. Die EU ist eindeutig mit verantwortlich für dieses Resultat. Mit ihren 27 Stimmen ist sie der stärkste Stimmblock auf der Konferenz – ihre Zustimmung hätte das Blatt gewendet“, sagte NABU-Artenschutz-Expertin Heike Finke in Doha. Geschätzte 20.000 bis 25.000 Eisbären streifen noch durch Kanada, Grönland, Norwegen, Russland und die USA. Der Klimawandel setzt den Tieren zu, Eisbären sind massiv gefährdet. Eine Anhang-I-Listung hätte den Eisbären zumindest die Bedrohung durch den internationalen Handel erspart.
In einigen Herkunftsländern wie Kanada werden Eisbären traditionell von indigenen Völkern bejagt. Diese Völker erhalten eine Quote und fürchten nun um dieses Vorrecht. Dabei berührt eine Anhang-I Listung weder ihre Subsistenzwirtschaft noch die Trophäenjagd. Lediglich der internationale Handel zum Beispiel mit Fellen von Kanada nach Japan würde unterbunden. Jährlich werden 216 Felle exportiert: Davon 87 Prozent aus Kanada und 13 Prozent aus Grönland. 59 Prozent des Gesamtexportes geht nach Japan, dem Hauptabnehmer für Felle. Außerdem übt die Wilderei Druck auf die bedrohte Art aus. Geschätzte 700 Eisbären werden in Russland jährlich gewildert. „Alles in allem setzen diesem charismatischen Tier viele verschiedene Faktoren zu. Den internationalen Handel zu unterbinden und damit die illegale Jagd weniger reizvoll zu machen, wäre eine Verantwortung von CITES – man nennt das ‚Vorsorgeprinzip‘, so Finke.
Alle Eisbären-Länder außer den USA sprachen sich gegen ein Handelsverbot aus – Klimawandel sei das Hauptproblem, so die Begründung. Unterstützung fand der Antrag der USA hingegen aus Afrika – die Redebeiträge einiger Delegierter ließen keinen Zweifel offen: Die Art ist massiv bedroht und wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um den Eisbären zu schützen. Finke: „Gerade weil Eisbären massiv durch den Klimawandel unter Druck geraten, muss verhindert werden, dass jährlich zudem noch hunderte Tiere für den Handel abgeschossen werden.“"
==>> Was ist eure Meinung zu der Entscheidung, dass der Handel mit Eisbärenfellen weiter legal bleibt?
Straßentiere in Kozarska Dubica (Bosnien) werden erschossen oder vergiftet!
In der Stadt Kozarska Dubica (Bosnien) werden streunende Tiere vergiftet und erschossen, ihre toten Körper werden in Plastiktüten gepackt und anschließend im Fluss entsorgt.
Hier ein Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=kbfRKfFj_U8&feature=player_embedded
Bitte schickt den folgenden Brief an:
mps@mps.vladars.net
sokd@inecco.net kdinfo@teol.net
Info und Daten:
Ministar: Dr Radivoje Bratić
Tel: 051/331-634
Faks: 051/331-631
E-mail: mps@mps.vladars.net
Adresse: Vuka Karadžića br.4
78000 Banja Luka
Bosna i Hercegovina (RS)
www.vladars.net/sr
Mayor of the municipality of Kozarska Dubica:
Načelnik Opštine Kozarska Dubica Nino Jauz
Telefon: +387 (0) 52 410 008
Fax: +387 52 411 373
E-mail: sokd@inecco.net kdinfo@teol.net
Musterbrief:
Dear Minister Bratic and Mayor Jauz,
It has come to my attention that you are once again participating in and allowing brutality and viciousness against sentient, non-human animals, and your behaviour in this disturbingly-long pattern of cruelty must immediately cease. The specters of violance are the reality of murdered animals, tortured, agonized, and drowned, the vomit and blood crusted on broken limbs, the bodies of the drowned swollen, their eyes in forever gazes of shock, fear, and agony. Not only have you demonstrated a willingness of barbarism, but you have also established an indifference of health, your actions leaching poisons into an ecology already fragile from damage and misuse. The repercussions of your savagery against non-human animals will include the destruction of an environment harming your communities of human animals.... See more
But to regard your gravest crime, that against our non-human animal friends, is exceptionally difficult. In fact, it is impossible to contemplate such depravity, the deliberate act to echo the hateful thought, the dismissal of sentience and the taking of life so effortlessly. I wonder, at what age did you learn your heart was stone, when the touch of an innocent animal, the friendly wag of a tail, and the trusting gesture animals share was answered with apathy? And when did you determine your unquestioning capacity to harm and kill eclipsed any compassion you may have once possessed? When your benevolence creates intolerance and greed, and your innocence invokes hate and spite, and your empathy invites pain and death, you have squandered every past moment of compassion, and every potential extension of charity is now darkened with the silhouette of evil. When you sleep, do your nightmares frighten you? The visions you experience and likely forget are the manifestations of terror inflicted on our non-human animal friends in perverse manners of greed and bias, the duplicitous demonstration of your mind reconciling your cruelty. To be human is not to be proud but to be shamed into humiliation at our exceeding arrogance and diminishing charity; indeed, to be alive is to be fatal: in the war of malevolence, our weapons indifference and prejudice, we reign victorious, the animal victims silenced with pain, suffering, and murder. Humanity is a mass killing machine, your barbarism the fuel, and the product injustice.
My hope is there is a glimmer of sanctuary in the wretched hell of thought, that you will consider the non-human animals you expose to viciousness and fear, and establish that you are not a person to be considered with terror and agony, but rather with empathy and kindness. It is never too late to extend a gesture of compassion to our animal friends and I implore upon you to cease this savageness immediately; until you react with respect and empathy versus pain and death, I will be forced to impose a personal boycott of your country and commerce and share this information with a large network of friends and activists to demonstrate their rejection of your actions as well. Until the animals are safe from exploitation and suffering, the consequences will be felt financially, economically, and socially. It is important to understand that these animals are regarded as family members to your western neighbors, and the collective who embrace them as children will reject you with contempt.
I hope this message finds you willing to appreciate life rather than viciously terminate it.
Euer Name
Land
Hier ein Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=kbfRKfFj_U8&feature=player_embedded
Bitte schickt den folgenden Brief an:
mps@mps.vladars.net
sokd@inecco.net kdinfo@teol.net
Info und Daten:
Ministar: Dr Radivoje Bratić
Tel: 051/331-634
Faks: 051/331-631
E-mail: mps@mps.vladars.net
Adresse: Vuka Karadžića br.4
78000 Banja Luka
Bosna i Hercegovina (RS)
www.vladars.net/sr
Mayor of the municipality of Kozarska Dubica:
Načelnik Opštine Kozarska Dubica Nino Jauz
Telefon: +387 (0) 52 410 008
Fax: +387 52 411 373
E-mail: sokd@inecco.net kdinfo@teol.net
Musterbrief:
Dear Minister Bratic and Mayor Jauz,
It has come to my attention that you are once again participating in and allowing brutality and viciousness against sentient, non-human animals, and your behaviour in this disturbingly-long pattern of cruelty must immediately cease. The specters of violance are the reality of murdered animals, tortured, agonized, and drowned, the vomit and blood crusted on broken limbs, the bodies of the drowned swollen, their eyes in forever gazes of shock, fear, and agony. Not only have you demonstrated a willingness of barbarism, but you have also established an indifference of health, your actions leaching poisons into an ecology already fragile from damage and misuse. The repercussions of your savagery against non-human animals will include the destruction of an environment harming your communities of human animals.... See more
But to regard your gravest crime, that against our non-human animal friends, is exceptionally difficult. In fact, it is impossible to contemplate such depravity, the deliberate act to echo the hateful thought, the dismissal of sentience and the taking of life so effortlessly. I wonder, at what age did you learn your heart was stone, when the touch of an innocent animal, the friendly wag of a tail, and the trusting gesture animals share was answered with apathy? And when did you determine your unquestioning capacity to harm and kill eclipsed any compassion you may have once possessed? When your benevolence creates intolerance and greed, and your innocence invokes hate and spite, and your empathy invites pain and death, you have squandered every past moment of compassion, and every potential extension of charity is now darkened with the silhouette of evil. When you sleep, do your nightmares frighten you? The visions you experience and likely forget are the manifestations of terror inflicted on our non-human animal friends in perverse manners of greed and bias, the duplicitous demonstration of your mind reconciling your cruelty. To be human is not to be proud but to be shamed into humiliation at our exceeding arrogance and diminishing charity; indeed, to be alive is to be fatal: in the war of malevolence, our weapons indifference and prejudice, we reign victorious, the animal victims silenced with pain, suffering, and murder. Humanity is a mass killing machine, your barbarism the fuel, and the product injustice.
My hope is there is a glimmer of sanctuary in the wretched hell of thought, that you will consider the non-human animals you expose to viciousness and fear, and establish that you are not a person to be considered with terror and agony, but rather with empathy and kindness. It is never too late to extend a gesture of compassion to our animal friends and I implore upon you to cease this savageness immediately; until you react with respect and empathy versus pain and death, I will be forced to impose a personal boycott of your country and commerce and share this information with a large network of friends and activists to demonstrate their rejection of your actions as well. Until the animals are safe from exploitation and suffering, the consequences will be felt financially, economically, and socially. It is important to understand that these animals are regarded as family members to your western neighbors, and the collective who embrace them as children will reject you with contempt.
I hope this message finds you willing to appreciate life rather than viciously terminate it.
Euer Name
Land
Senator Harbs Gesetzesinitiative gegen die Robbenjagd
Die Tierschutzorganisation IFAW hat einen erneuten Aufruf gegen das Robbenschlachten gestartet:
Der kanadische Senator Mac Harb hat 2009 als erster Politiker seines Landes ein Gesetz gegen die Tötung von Robbenbabys vorgeschlagen. Dank Ihrer Hilfe hat er bereits Briefe und Mails von 578.000 Menschen erhalten, die ihm bei dieser Initiative den Rücken stärken!
Im März 2010 hat er den Gesetzesvorschlag erneut eingebracht, und deshalb wollen wir die Initiative nun wiederum massiv durch Postkarten, Briefe und E-Mails an die kanadischen Botschaften unterstützen. Dieses Mal haben wir uns 825.000 Mails und Briefe als Ziel gesteckt: Eine für jedes Robbenbaby, das in den vergangenen drei Jahren von der kanadische Regierung zur Tötung freigegeben wurde.
Zeigen wir Senator Harb, dass er sich auf breite Unterstützung verlassen kann. Seine Initiative bietet die Chance, die Robbenjagd endgültig zu stoppen.
Schicken Sie die beigefügte Aktionskarte an die kanadische Botschaft Ihres Landes und fordern Sie die Diplomaten zur Unterstützung der Gesetzesinitiative des Senators Mac Harb auf.
Hier gehts zur Petition:
http://e-activist.com/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=16&ea.campaign.id=5122
Der kanadische Senator Mac Harb hat 2009 als erster Politiker seines Landes ein Gesetz gegen die Tötung von Robbenbabys vorgeschlagen. Dank Ihrer Hilfe hat er bereits Briefe und Mails von 578.000 Menschen erhalten, die ihm bei dieser Initiative den Rücken stärken!
Im März 2010 hat er den Gesetzesvorschlag erneut eingebracht, und deshalb wollen wir die Initiative nun wiederum massiv durch Postkarten, Briefe und E-Mails an die kanadischen Botschaften unterstützen. Dieses Mal haben wir uns 825.000 Mails und Briefe als Ziel gesteckt: Eine für jedes Robbenbaby, das in den vergangenen drei Jahren von der kanadische Regierung zur Tötung freigegeben wurde.
Zeigen wir Senator Harb, dass er sich auf breite Unterstützung verlassen kann. Seine Initiative bietet die Chance, die Robbenjagd endgültig zu stoppen.
Schicken Sie die beigefügte Aktionskarte an die kanadische Botschaft Ihres Landes und fordern Sie die Diplomaten zur Unterstützung der Gesetzesinitiative des Senators Mac Harb auf.
Hier gehts zur Petition:
http://e-activist.com/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=16&ea.campaign.id=5122
Donnerstag, 18. März 2010
Jäger töten 11 835 Katzen in NRW - Tierhalter protestieren
derwesten.de vom 18.03.10:
"Im Jagdjahr 2008/2009 sind in NRW 11.385 Katzen und 128 Hunde im Rahmen der geltenden Gesetze erschossen worden. Für Tierhalter ist das Vorgehen willkürlich: Sie fordern Änderungen. Die Jäger verweisen auf den Jagdschutz und sprechen von Ausnahmen.
Im Jagdjahr 2008/2009 wurden in Nordrhein-Westfalen 128 Hunde und 11 385 Katzen „im Rahmen des Jagdschutzes” erschossen. Das teilte Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg jetzt auf eine entsprechende Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Johannes Remmel mit. Der sogenannte „Haustierabschuss” ist im Bundes- und Landesjagdgesetz gesetzlich verankert, ihm liege „die vereinfachte Annahme zu Grunde, die Haustiere würden Wildtiere und Vögel reißen”, erklärt Johannes Remmel. „Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen, und Katzen, die im Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 Meter vom nächsten Haus angetroffen werden”, heißt es dazu im Gesetzestext.
„Vernichtungsfeldzug der Jäger“
Von willkürlichen Richtlinien sprechen Tierschützer. Diskussionswürdig sei etwa, was „außerhalb der Einwirkung ihres Führers” heiße oder warum eine Grenze von 200 Meter Abstand zur Wohnbebauung definiert wurde, um den Abschuss zu erlauben. Es gebe einen bewusst gewollten „Vernichtungsfeldzug” der Jäger gegen Hund und Katze, so die Kritiker. Seit vielen Jahren fordern sie eine grundlegende Novellierung des Jagdgesetzes, welches noch auf dem 1934 von Reichsjägermeister Hermann Göring verfassten Reichsjagdgesetz fußt. Das Argument der Jäger, Hunde und Katzen seien „Raubzeug, das kurz gehalten werden müsse”, um Niederwild wie Rebhühner und Hasen zu schützen, sei nur vorgeschoben, behauptet etwa der Deutsche Tierschutzbund, die angebliche Regulierungsfunktion der Jagd, so wie sie derzeit praktiziert werde, „schlicht ökologischer Unsinn”. 3000 Unterschriften, berichtet Tierschutzbund-Sprecher Marius Tünte, habe die Organisation für ihre Forderung „Stoppt die Jagd auf Haustiere” bereits gesammelt.
Für die Tierhalter birgt das jetzige Gesetz durchaus Dramen. Beispiele: Fünf Tage lang suchen die Besitzer nach ihrem Kater, Felix. Als sie ihn in einem Feld finden, 600 Meter von seinem Zuhause entfernt, lebt er noch. Doch sein Körper ist von unzähligen Schrotkugeln getroffen, in den Wunden krabbeln Maden. Dackel Danny und Mischling Bobby werden vor der Augen ihres Frauchens erschossen, im Garten ihrer Mutter. Weil sie kein Halsband trugen und Kühe aufgeschreckt hätten, wird der Jäger, der sie tötet, später erklären.
Zwei furchtbare Geschichten, nachzulesen auf den Internet-Seiten der „Initiative jagdgefährdeter Haustiere” (IJH). Zwei von abertausenden ähnlicher, sagt deren Sprecherin Astrid Krämer. Absolute Ausnahmefälle, glaubt Gregor Klar vom Landesjagdverband NRW.
80 000 Jäger in NRW
Es sei doch „krank”, glaubt Astrid Krämer, dass eine „Hobbytruppe über Leben und Tod unserer Familienmitglieder entscheidet. Und Haustiere gehören zur Familie.” Allerdings befürchtet die Aktivistin, dass es nie gelinge, den Abschuss von Haustieren tatsächlich zu verbieten. Denn die Lobby der Jäger sei „immens”, und ihre Rechte würden „extrem gut geschützt”. Obwohl nur 0,4 Prozent aller Deutschen überhaupt einen Jagdschein besäßen.
80 000 Jäger zählt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen. Und kein einziger von ihnen töte gern eine Katze oder einen Hund, sagt Gregor Klar, Forstassessor und Referatsleiter für Naturschutz und Weiterbildung. „Die meisten von uns haben doch selber einen Hund.” Ein wilderndes Haustier zu erschießen, sei die „allerletzte Möglichkeit für einen Jäger in einer extremen Situation”. Und auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit. „Sie erschießen doch keinen Dackel, der hinter einem Reh her ist...”. Sehr viel häufiger, als dass sie von Jägern erschossen würden, würden auffällige Hunde oder Katzen von ihnen schlicht eingefangen und dem Ordnungsamt übergeben. Welches dann den Halter ermittele und ihm ein ordentliches Bußgeld aufbrumme. (Was im Übrigen auch pädagogisch sinnvoller sei.)
„Meiner tut das nicht“
Am Jagdschutzgesetz rütteln möchte Jäger Klar trotzdem nicht. Es sei über die Jahre gewachsen und habe sich bewährt. Und viele Hundehalter seien leider eben auch unvernünftig. Ihre „Standardsprüche” mag er gar nicht mehr hören: „Meiner tut das nicht” oder „Der will nur spielen”. „Wer einmal die klagenden Lautes eines Kitz’ gehört hat, das von einem Hund angefallen wurde, der vergisst das sein Leben lang nicht. Das tut richtig weh!”
Johannes Remmel will sich mit der Antwort auf seine Kleine Anfrage trotzdem nicht zufrieden geben. „Der Bund muss die Änderung des Jagdgesetzes endlich angehen und das Land die 200-Meter-Frage dringend überdenken. Andere Länder erlauben den Abschuss wildernder Katzen auch erst ab 500 Meter Abstand zur Wohnbebauung.” Dabei gibt der Siegener Abgeordnete durchaus zu, dass man „mit Katzen im Ökosystem tatsächlich ein Problem” habe, weil diese zunehmend auswilderten. Aber: Würden ihre Halter von den Kommunen zur Kastrierung der Tiere verpflichtet, sei dieses Problem doch rasch gelöst."
==>> Wieder ein Beispiel für fehlende Gesetze in Deutschland! Kastration sollte Pflicht werden.... Was meint ihr?
"Im Jagdjahr 2008/2009 sind in NRW 11.385 Katzen und 128 Hunde im Rahmen der geltenden Gesetze erschossen worden. Für Tierhalter ist das Vorgehen willkürlich: Sie fordern Änderungen. Die Jäger verweisen auf den Jagdschutz und sprechen von Ausnahmen.
Im Jagdjahr 2008/2009 wurden in Nordrhein-Westfalen 128 Hunde und 11 385 Katzen „im Rahmen des Jagdschutzes” erschossen. Das teilte Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg jetzt auf eine entsprechende Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Johannes Remmel mit. Der sogenannte „Haustierabschuss” ist im Bundes- und Landesjagdgesetz gesetzlich verankert, ihm liege „die vereinfachte Annahme zu Grunde, die Haustiere würden Wildtiere und Vögel reißen”, erklärt Johannes Remmel. „Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen, und Katzen, die im Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 Meter vom nächsten Haus angetroffen werden”, heißt es dazu im Gesetzestext.
„Vernichtungsfeldzug der Jäger“
Von willkürlichen Richtlinien sprechen Tierschützer. Diskussionswürdig sei etwa, was „außerhalb der Einwirkung ihres Führers” heiße oder warum eine Grenze von 200 Meter Abstand zur Wohnbebauung definiert wurde, um den Abschuss zu erlauben. Es gebe einen bewusst gewollten „Vernichtungsfeldzug” der Jäger gegen Hund und Katze, so die Kritiker. Seit vielen Jahren fordern sie eine grundlegende Novellierung des Jagdgesetzes, welches noch auf dem 1934 von Reichsjägermeister Hermann Göring verfassten Reichsjagdgesetz fußt. Das Argument der Jäger, Hunde und Katzen seien „Raubzeug, das kurz gehalten werden müsse”, um Niederwild wie Rebhühner und Hasen zu schützen, sei nur vorgeschoben, behauptet etwa der Deutsche Tierschutzbund, die angebliche Regulierungsfunktion der Jagd, so wie sie derzeit praktiziert werde, „schlicht ökologischer Unsinn”. 3000 Unterschriften, berichtet Tierschutzbund-Sprecher Marius Tünte, habe die Organisation für ihre Forderung „Stoppt die Jagd auf Haustiere” bereits gesammelt.
Für die Tierhalter birgt das jetzige Gesetz durchaus Dramen. Beispiele: Fünf Tage lang suchen die Besitzer nach ihrem Kater, Felix. Als sie ihn in einem Feld finden, 600 Meter von seinem Zuhause entfernt, lebt er noch. Doch sein Körper ist von unzähligen Schrotkugeln getroffen, in den Wunden krabbeln Maden. Dackel Danny und Mischling Bobby werden vor der Augen ihres Frauchens erschossen, im Garten ihrer Mutter. Weil sie kein Halsband trugen und Kühe aufgeschreckt hätten, wird der Jäger, der sie tötet, später erklären.
Zwei furchtbare Geschichten, nachzulesen auf den Internet-Seiten der „Initiative jagdgefährdeter Haustiere” (IJH). Zwei von abertausenden ähnlicher, sagt deren Sprecherin Astrid Krämer. Absolute Ausnahmefälle, glaubt Gregor Klar vom Landesjagdverband NRW.
80 000 Jäger in NRW
Es sei doch „krank”, glaubt Astrid Krämer, dass eine „Hobbytruppe über Leben und Tod unserer Familienmitglieder entscheidet. Und Haustiere gehören zur Familie.” Allerdings befürchtet die Aktivistin, dass es nie gelinge, den Abschuss von Haustieren tatsächlich zu verbieten. Denn die Lobby der Jäger sei „immens”, und ihre Rechte würden „extrem gut geschützt”. Obwohl nur 0,4 Prozent aller Deutschen überhaupt einen Jagdschein besäßen.
80 000 Jäger zählt der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen. Und kein einziger von ihnen töte gern eine Katze oder einen Hund, sagt Gregor Klar, Forstassessor und Referatsleiter für Naturschutz und Weiterbildung. „Die meisten von uns haben doch selber einen Hund.” Ein wilderndes Haustier zu erschießen, sei die „allerletzte Möglichkeit für einen Jäger in einer extremen Situation”. Und auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit. „Sie erschießen doch keinen Dackel, der hinter einem Reh her ist...”. Sehr viel häufiger, als dass sie von Jägern erschossen würden, würden auffällige Hunde oder Katzen von ihnen schlicht eingefangen und dem Ordnungsamt übergeben. Welches dann den Halter ermittele und ihm ein ordentliches Bußgeld aufbrumme. (Was im Übrigen auch pädagogisch sinnvoller sei.)
„Meiner tut das nicht“
Am Jagdschutzgesetz rütteln möchte Jäger Klar trotzdem nicht. Es sei über die Jahre gewachsen und habe sich bewährt. Und viele Hundehalter seien leider eben auch unvernünftig. Ihre „Standardsprüche” mag er gar nicht mehr hören: „Meiner tut das nicht” oder „Der will nur spielen”. „Wer einmal die klagenden Lautes eines Kitz’ gehört hat, das von einem Hund angefallen wurde, der vergisst das sein Leben lang nicht. Das tut richtig weh!”
Johannes Remmel will sich mit der Antwort auf seine Kleine Anfrage trotzdem nicht zufrieden geben. „Der Bund muss die Änderung des Jagdgesetzes endlich angehen und das Land die 200-Meter-Frage dringend überdenken. Andere Länder erlauben den Abschuss wildernder Katzen auch erst ab 500 Meter Abstand zur Wohnbebauung.” Dabei gibt der Siegener Abgeordnete durchaus zu, dass man „mit Katzen im Ökosystem tatsächlich ein Problem” habe, weil diese zunehmend auswilderten. Aber: Würden ihre Halter von den Kommunen zur Kastrierung der Tiere verpflichtet, sei dieses Problem doch rasch gelöst."
==>> Wieder ein Beispiel für fehlende Gesetze in Deutschland! Kastration sollte Pflicht werden.... Was meint ihr?
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