So, hier folgt auch schon der nächste Bericht zum Urlaub. Jetzt wollte ich mal auf das Essen in New York eingehen. Also vorneweg wollte ich schonmal Air Berlin lobend erwähnen :)
Dort kann man auf Langstreckenflügen kostenlos vegetarische und vegane Menüs bestellen, ein Anruf vorab genügt. Hier sind meine beiden Mahlzeiten (alles vegan):

...gefüllte Weinblätter mit Salat.

... Reis mit Spinat und Tomaten.
Im Hotel gab es morgens frische Waffeln, Rührei, Käse, Toastbrot und als vegane Variante Bagel mit Marmelade oder Erdnussbutter.
Unterwegs hat man meiner Meinung nach als Veganer kaum Überlebenschancen. Wenn man nicht vorher schon ganz genau weiss, wo man zum Essen hingehen soll, sieht es wirkich schlecht aus. Ich hätte nie gedacht dass es in einer Weltstadt wie New York wirklich fast nur Fast-Food gibt... Überall nur Käsepizza und Burger soweit das Auge reichte!! Aber einen Vorteil hatte das Ganze, es gab überall, wo es Burger gab, einen vegetarischen Burger.
Beispielsweise gab es diesen (veganen?) Burger hier:

Sogar unter der Freiheitsstatue gab es nur Burger!!! Also die Esskultur in dem Land ist wirklich erschreckend! Und die Preise sind auch ganz schön happig, so zahlt man für einen Burger OHNE Beilagen im Schnitt 7 bis 10 Dollar. Oftmals wurden auch 14 Dollar für einen einzigen Burger verlangt, aber da bin ich erst gar nicht reingegangen. Und geschmacklich waren die alle total ekelig, bäh! Also das ist schonmal ein guter Grund, dort nicht zu leben.
Und was mich noch mehr schockiert hat, waren die Berge von Müll!! Es gab noch nichtmal in Restaurants richtige Teller geschweige denn richtiges Besteck. Es war alles aus Plastik und wurde nach dem Benutzen sofort weggeschmissen! Ich habe eine Pizza mit Plastikbesteck gegessen und das Messer ist tatsächlich durchgebrochen! Auch im Hotel wurde alles weggeschmissen. In Restaurants wurden die Mülleimer im viertelstundentakt geleert. Die Tüten vor den Restaurants haben sich regelrecht gestapelt.
Und alles besteht aus Selbstbedienung. In einem Restaurant muss man sich sogar meistens am Schalter das Essen bestellen, dann wird der Name von einem aufgerufen und man kann sich das "leckere" Fast-Food-Essen auf einem Plastikteller abholen. Echt unglaublich!
Traurigerweise war die gesunde Alternative zu dem Essen eine Chipstüte, die es nach einigen Tagen dann auch regelmäßig abends gab. Unglaublich dass das die gesündere Wahl war.
Hab hier nochmal was treffendes in einem Supermarkt fotografiert, und zwar Müsli als Art 5-Min.-Terrine, stilecht im Becher zum Wegschmeissen:

Zu den normalen Müslipackungen konnte man auch immer kleine Plastikmüslibecher mitkaufen....
Zweimal ging es ins "
Vegetarians Paradise 2", das war wirklich mal ein Paradies :) Dort gab es einfach alles, Truthahn, Hähnchen, Beef, Fisch usw., alles vegetarisch und vieles sogar vegan. Einmal hatte ich ein halbes Hähnchen bestellt, das war wirklich in eine Hähnchenform gespresst, fand ich wirklich niedlich :) Ach ja, und es gab tatsächlich echtes Besteck und echte Teller :)
Das war aber die absolute Ausnahme in dem Restaurant.
Und so lautet mein Fazit für das Essen in New York: einseitig, ungesund, überteuert und geschmacksneutral.