Freitag, 6. August 2010

Tierschützer auf offener Straße erstochen

Gerade nach dem Brandanschlag auf einen Geflügelmastbetrieb in Sprötze werden die Diskussionen um Tierschützer und deren Handeln lauter.
Hier ist aber ein "gutes Beispiel" (auch wenn man so eine Tat nicht so nennen kann) dafür, dass die Tierschutzgegner ein weitaus gewalttätigeres Handeln an den Tag legen. In Rumänien wurde ein Mann auf offenener Straße erstochen, nur weil er einem Straßenhund vor Misshandlungen bewahren wollte.

Hier der Bericht des bmt vom 04.08.10:
Adrian Priscu wollte einen Straßenhund vor Misshandlungen schützen

Brasov/Rumänien, 04.08.2010 – Weil er einen Straßenhund vor Misshandlungen bewahren wollte, wurde Adrian Priscu (50) von einem Landsmann mit einer Flasche niedergeschlagen und anschließend mit einer Glasscherbe so schwer verletzt, dass er am Tatort verstarb.

Laut rumänischen Medienberichten beobachtete Priscu von seinem Wohnungsfenster aus, wie ein Mann einen Straßenhund quälte. Er eilte dem wimmernden Tier zu Hilfe. Es kam zu einem Streit, in dessen Verlauf der Angreifer den 50-Jährigen mit der Flasche niederschlug. Anschließend rammte er ihm eine Glasscherbe in die Brust. Die Verletzung war so schwer, dass die schließlich eintreffenden Rettungskräfte nur noch den Tod des Rumänen feststellen konnten.

„Wenn eines Tages Tierfreunde um ihr Leben bangen müssen, weil sie einen Hund oder eine Katze vor Misshandlungen schützen wollen, dann sind unsere ethisch-moralischen Grundfeste, die unsere Gesellschaft zusammen halten, ernsthaft gefährdet“, sagt dazu Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Der Preis für Zivilcourage scheine in der heutigen Gesellschaft immer höher zu werden, meint auch Petra Zipp, stellvertretende Vorsitzende des Bund gegen Missbrauch der Tier e.V. (bmt) mit Blick auf die aktuellen Debatten in Deutschland: „Dass ein Tierfreund seinen beherzten Einsatz für einen Straßenhund mit seinem Leben bezahlen musste, schockiert derzeit ganz Rumänien und belebt erneut die Diskussion um das weiterhin ungewisse Schicksal der Straßenhunde. Dieter Ernst vom Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) befürchtet: „Der tragische Tod von Adrian Priscu wirft auch die Frage auf, ob wir es mit einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft zu tun haben.“
(Link des Berichts)

Ich bin der Meinung, dass ein Mensch, der einem Tier etwas antut auch nicht vor Straftaten an dem Menschen zurückschreckt.... Tierquälerei ist erst der Anfang, diese Menschen haben einfach zu viel Hass und Gewaltpotenzial in sich...

Kommentare:

  1. »Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«
    Leonardo da Vinci (1452-1519)

    »Ethik gegenüber dem Menschen und Rohheit gegenüber den Tieren sind zwei Verhaltensweisen, die sich nicht vereinbaren lassen, denn Grausamkeit gegen Tiere geht nahtlos in Grausamkeit gegen Menschen über.«
    Robert Jungk, Schriftsteller, Zukunftsforscher (1913-1994)

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  2. Schrecklich.
    Und ja, es gibt gewiss (gibt sogar Forschung dazu) einen Zusammenhang zwischen Kälte oder Grausamkeit gegen Tiere und gegen Menschen, auch wenn das natürlich nicht immer so extrem ist oder zum Vorschein kommt.

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