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Montag, 7. Oktober 2013

NRW verbietet das Töten von Eintagsküken :)

Ach, bin ich stolz aus Nordrhein-Westfalen zu kommen  :-)

Hier ist nämlich jetzt das Töten von männlichen “Eintagsküken“ verboten, boah wie ich dieses Wort hasse!!

Es gibt in NRW zur Zeit 15 kleinere Brütereien, die wohl demnächst Probleme bekommen werden, wenn sie die “unbrauchbaren“ männlichen Küken leben lassen müssen. Oder sie gehen einfach in ein anderes Bundesland... Na, mal sehen wie die Praxis hier demnächst aussieht, aber es ist auf jeden Fall schonmal ein Anfang  :-) Nur traurig dass erst jetzt bemerkt wird, dass das Töten von Tieren, die gerade erst zur Welt gekommen sind und getötet werden, tierschutzwidrig ist. Wann werden das die anderen Bundesländer merken?

Hier noch ein Bericht von NRW.de dazu...

Samstag, 14. September 2013

Lebende Hühner im Müll bei Wiesenhof!

Besser kann man es gar nicht zum Ausdruck bringen, dass einem Unternehmen das Leben eines einzelnen Tieres nichts wert ist als es einfach lebendig in den Müll zu werfen! So geschehen bei Wiesenhof, sogar regelmäßig...

Stern TV hat darüber berichtet:



Wiesenhof wollte doch nach den letzten Skandalen ihre Betriebe besser kontrollieren... Nichts als leere Worte!!

Tierschützer der Organisation "SOKO Tierschutz" haben alarmierende Zustände bei Wiesenhof-Betrieben festgestellt...
Dort fanden sie lebende Hühner im Müll, inmitten ihrer toten Artgenossen... Es werden Schubkarrenweise tote Tiere von den Mitarbeitern aus den Ställen gekarrt.
Eine Mitarbeiterin entdeckte ein noch lebendes Tier in der Schubkarre, sah sich nach links und rechts um, und schlug es einfach gegen die Mülltonne, wieder und wieder, und danach warf sie es einfach mit zu den Kadavern... Das ist auf jeden Fall eine Straftat!! Und wahrscheinlich traurige Routine...

Die Tierschützer haben Kameras in den Müllcontainern eingebaut, dort wurden immer wieder lebende Tiere entdeckt. Es wurde davon gesprochen, dass diese Tiere in Wirklichkeit tot seien und es sich lediglich noch um Muskelzuckungen handeln würde. Aber diese Tiere waren wirklich am Leben! Sie wurden von den Tierschützern sogar mitgenommen und aufgepäppelt...

Wiesenhof hat natürlich sofort die Verträge mit den Betrieben gekündigt und sie angezeigt... Da frage ich mich warum das nicht aufgrund interner Kontrollen mal bemerkt wurde? Wahrscheinlich wurden da immer nur die Augen zugedrückt...

Wann hört das endlich auf????????

3 Wiesenhof-Betriebe wegen Tierquälerei angezeigt...

Ich sag nur "Wiesenhof"... Was wurde es still um das Unternehmen, die Skandale der letzten Jahre schienen bereits vergessen. Wiesenhof "produzierte" still und heimlich weiter, in der Hoffnung, dass die Kunden die schrecklichen Bilder vergessen...

Doch da haben sie nicht mit erneuten Undercover-Aufnahmen von Tierschützern gerechnet. Der Report Mainz hat darüber berichtet:




Die Tierschützer konnten trotz erhöhter Security-Maßnahmen u.a. die Ausstallung der Puten filmen. Die Ausstallung ging genauso skrupellos vor sich wie es bereits vor einigen Jahren dokumentiert wurde.  

Die Süddeutsche schreibt dazu:
Abnormes Wachstum, Schmerzen, verkrüppelte Beine: Tierschützer werfen dem Hühnermäster Wiesenhof vor, sogenannte Turbo-Hühner zu züchten. Gegen drei weitere Betriebe im Landkreis Altötting und in der Oberpfalz haben sie nun Strafanzeige gestellt.
Der Tierschützer Friedrich Mülln und seine Organisation "Soko Tierschutz" erheben schwere Vorwürfe gegen zwei weitere Wiesenhof-Hühnermästereien im Landkreis Altötting und eine Wiesenhof-Brüterei im oberpfälzischen Regenstauf. "In den beiden Mästereien werden Hühner einer völlig überzüchteten Rasse gehalten", sagt Mülln. "Die Tiere haben ein so abnormes Wachstum, dass sie Schmerzen haben, massiv leiden und kaum laufen können." Die Beine vieler Hühner seien so verkrüppelt, dass sie nicht in der Lage seien, Wasser und Futter zu erreichen.
Der Oberpfälzer Hühnerbrüterei, in der Küken für die Mast ausgebrütet werden, wirft Mülln vor, für einen möglichst hohen Fleischertrag gezielt sogenannte Turbo-Hühner zu züchten. Dabei nehme Wiesenhof in Kauf, dass die Tiere Qualen erleiden. "Daher haben wir Strafanzeige gegen die drei Wiesenhof-Betriebe gestellt", sagt Mülln. "Wir erwarten, dass die Staatsanwaltschaft die Verstöße hart verfolgt." Auch ihre neuen Vorwürfe will die Soko Tierschutz mit Filmaufnahmen belegen.
Die Soko Tierschutz bezieht sich in der Anzeige unter anderem auf Paragraf 11b des Tierschutzgesetzes - den sogenannten Qualzucht-Paragrafen. Danach ist es verboten, Wirbeltiere zu züchten, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei den Nachkommen "mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten". "Das ist bei dem Wiesenhof-Zuchtbetrieb eindeutig der Fall", sagt Mülln. "Wir wollen das nicht länger hinnehmen."
Aber auch den beiden Mastbetrieben im Landkreis Altötting wirft Mülln schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor. Vor allem in den letzten Tagen vor der Schlachtung könnten sich die Hühner dort kaum noch schmerzlos bewegen. Das könne man in den Aufnahmen daran erkennen, dass sie sich nach wenigen Schritten wieder setzen. Die Mäster ignorierten dies und überließen die Tiere ohne medizinische Hilfe sich selbst.
Mit Parasiten und Insekten belastet
In einem Betrieb seien zudem viele tote und teils bis zur Unkenntlichkeit verweste Tiere entdeckt worden. Außerdem wirft Mülln dem Inhaber vor, dass die Belüftungsanlage der Halle für die vielen tausend Tiere zu schwach sei. Deshalb stünden die Tore nächtens offen, sodass die Tiere der kalten Zugluft ausgesetzt seien. Die Einstreu, auf der Hühner gehalten werden, sei extrem mit Parasiten und Insekten belastet.
Wiesenhof wies den Vorwurf zurück, dass das Unternehmen Turbo-Hühner züchte. "Wir züchten keine Hühnerrassen", sagte eine Sprecherin. Zu den anderen Anschuldigungen wollte sie sich nicht äußern, "da uns keine konkreten Hinweise vorliegen". Wiesenhof hatte in der vergangenen Woche nach Vorwürfen der Soko Tierschutz seine Verträge mit einem Hähnchenmäster im Kreis Altötting gekündigt und den Mann angezeigt. Die Soko Tierschutz hatte den Mann gefilmt, als er lebende Hühner in einen Container für Tierkadaver warf. Auch dessen Mitarbeiterin war gefilmt worden, als sie ein lebendes Tier heftig gegen einen Plastikeimer schlug und es dann ebenfalls in den Kadavercontainer warf. (Quelle)

Montag, 13. August 2012

Erfolg :) Erweiterung des Wiesenhof-Schlachthofs in Wietzen aufgrund Proteste geplatzt!

Ach wie ist das schön!!!

Unser allerliebstes Unternehmen Wiesenhof wollte in Wietzen seine Schlachtanlage von 140.000 Hühnern pro Tag auf 250.000 Hühner pro Tag ausbauen... (ich frage mich eh wozu, den Dreck kauft doch inzwischen niemand mehr)...

Wie dem auch sei, auf jeden Fall wurde der Erörterungstermin, welcher für den 11.09. geplant war, nach Aussagen der zuständigen Behörde verschoben, und jetzt kommts: aufgrund zahlreicher Proteste und Einwendungen :)

Hier zum Bericht im Weser Kurier...





Sonntag, 12. August 2012

Wiesenhof als Werder-Sponsor ausgebuht - und Wiesenhof ändert ab 01.09. seinen Namen!!

Soooo gut ist der Name Wiesenhof, dass er ab 01.09.12 in "Oldenburger Geflügelspezialitäten" umbenannt wird!? Klar, wenn ein Firmenname so oft negativ in die Schlagzeilen gerät, wechselt man mal eben kurzerhand seinen Namen und verkauft die gleichen Tierqual-Produkte schön weiter an die ahnungslosen Kunden... Wenn es doch so einfach wäre, aber die Kunden lassen sich so einfach auch nicht verarschen...

Sorry für meine Ausdrucksweise, aber stimmt doch: Wenn eine Firma seine Identität verheimlichen muss, damit überhaupt noch jemand etwas kauft, ist das schon sehr lächerlich!

Wiesenhof, oder sollte ich besser sagen die Oldenburger Geflügelspezialitäten, hofft doch u.a. auch auf eine erneute Belieferung von McDonald´s, die haben ja im März 2012 die Verträge mit Wiesenhof völlig zurecht gekündigt...

Aber das Beste kommt noch :) Wiesenhof soll neuer Hauptsponsor beim Fußballverein Werder Bremen werden, stolz wurde der neue Sponsor vorgestellt... Und was passiert??? Die Werder Fans laufen Sturm gegen den neuen Sponsoren, im Internet gibt es bereits zahlreiche Protest-Seiten, wie diese hier:


"Wiesenhof als Werder-Sponsor?
NEIN Danke"


Beim Werder Bremen "Tag der Fans" wurde heftig gegen Wiesenhof protesiert :)



Hier noch einige interessante Zeitungsberichte dazu ;)

Bericht Süddeutsche...

Bericht nwzonline...

Und noch was zum Schmunzeln von n-tv.de...
Man achte auf die Vorschau der kommenden Spiele ;) Sehr geil!!

Sonntag, 15. Juli 2012

Skandal bei Wiesenhof geht auch 2012 weiter...

Ach ja, mal wieder Wiesenhof... Nach den erschreckenden Bildern der letzten Jahre, wo Hühner brutal in Verladekisten gepfercht wurden und diese dann aus mehreren Metern Höhe einfach auf den Boden geschmissen wurden jetzt das: die Entenmastbetriebe bei Wiesenhof sehen auch nicht besser aus!!

Es gibt eine neue Undercover-Recherche von PETA, aufgenommen in einem Wiesenhof-Entenmastbetrieb in Melle bei Osnabrück



Sogar der Report Mainz auf ARD hat am 03.07. darüber berichtet, hier gehts zur Homepage mit dem kompletten Video...

Auf der Wiesenhof-Homepage hat Wiesenhof natürlich alles wieder schön dargestellt und sich folgendermaßen dazu geäußert:

Wiesenhof zu Entenaufzuchtbetrieb in Melle

04.07.2012. Am 3. Juli 2012 hat das Format „Report Mainz“ (ARD) einen kritischen Beitrag über die Entenhaltung in Deutschland ausgestrahlt. In diesem Beitrag ging es neben anderen Unternehmen auch um einen ehemaligen selbständigen Vertragslandwirt unseres Unternehmens.

Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige und sichere Geflügelprodukte aus deutscher Herkunft zu vermarkten. Wir halten uns selbstverständlich strikt an geltende Gesetze und gehen in der Tierhaltung in vielen Punkten darüber hinaus.

Alle unsere selbständigen Vertragslandwirte haben sich verpflichtet, ihre Enten nach den strengen WIESENHOF-Aufzuchtsrichtlinien aufzuziehen. Die in dem Betrieb bislang vielzähligen durchgeführten internen und externen Kontrollen haben die durchweg einwandfreie Beachtung unserer Aufzuchtrichtlinien bestätigt.

Einen Hinweis von „Report Mainz“ bereits vor der TV-Ausstrahlung haben wir sehr ernst genommen und sofort reagiert: Wir haben QS. Ihr Prüfsystem für Lebensmittel in Kenntnis. gesetzt. QS hat sofort ein unangekündigtes Audit im Betrieb des Vertragslandwirts durchgeführt. In diesem Audit konnten im Hinblick auf die Haltung und die Unterbringung der Tiere sowie beim Tierschutz keine Mängel festgestellt werden. Auch der Landkreis Osnabrück bestätigte, dass der zuständige Veterinär keine akuten Mängel in den Stallungen festgestellt hat.

In dem Beitrag von „Report Mainz“ wurde auch der fehlende Zugang der Enten zu Bademöglichkeiten kritisch betrachtet. Bereits vor einiger Zeit haben wir uns speziell mit dieser Thematik im Rahmen der niedersächsischen Tierschutzplattform zusammen mit dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und dem Deutschen Tierschutzbund (DTB) auseinandergesetzt. Ergebnis ist ein im Sommer 2012 startendes Enten-Forschungsprojekt zum Thema „Bademöglichkeit“ bei Enten. Dieses Forschungsvorhaben findet bei zwei Wiesenhof-Vertragslandwirten und auf dem staatlichen Forschungsgut Ruthe statt. Hier gilt es Lösungen zu finden, die eine durch Wasser verursachte erhöhte Keimbelastung im Stall wirksam vermeiden.

=> Komischerweise handelt es sich bei den beanstandeten Betrieben IMMER um ehemalige Betriebe. Bisher haben sie sich fast von allen Mastbetrieben getrennt, in welchen undercover gefilmt wurde...

Freitag, 6. April 2012

Erneute Ermittlungen wegen Tierquälerei bei Wiesenhof

Haha, wie geil :) Schon wieder gibt es negative Schlagzeilen von Wiesenhof :) Ich hab es eben im Radio in den Nachrichten gehört, und zwar wurden die Ermittlungen wegen Tierquälerei wieder aufgenommen. Damals wurden sie eingestellt, da das Videomaterial von PETA nicht als Beweis zugelassen wurde. Aber jetzt ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft gegen Wiesenhof!

"Der Geflügelproduzent Wiesenhof mit Sitz in Visbek kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus. Nachdem im März die Fastfood-Kette McDonalds angekündigt hatte, keine Produkte mehr von Deutschlands größtem Geflügelproduzenten zu verkaufen, gibt es nun neue Ermittlungen gegen Wiesenhof wegen möglicher Tierquälerei. Angeordnet wurden sie nach übereinstimmenden Medienberichten von der Generalstaatsanwaltschaft in Celle. Ein von der Staatsanwaltschaft Verden eingestelltes Verfahren werde wieder aufgenommen, berichteten der "Spiegel" und die "tageszeitung" (taz) am Freitag vorab.

Streit um Filmaufnahmen von PETA


Hintergrund sind Filmaufnahmen der Tierschutzorganisation PETA. Diese hatten die Tierschützer 2009 in einer Hühnerfarm gemacht, die für Wiesenhof produziert. Die Bilder zeigen, wie Mitarbeiter die Tiere quälen, indem sie ihnen zum Beispiel ohne Betäubung das Genick brechen. In weiteren Filmausschnitten werden die Tiere getreten. PETA schaltete daraufhin die Justizbehörden ein. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Verden stellte die Ermittlungen jedoch ein. Begründung: Die Aufnahmen wurden rechtswidrig ohne Einwilligung des Unternehmens beschafft und seien deshalb als Beweismittel nicht zulässig. Die Generalstaatsanwaltschaft sieht das anders. "Angesichts des Ausmaßes der möglichen Vergehen gegen das Tierschutzgesetz sind wir zu dem Schluss gekommen, dass kein Beweisverwertungsverbot vorliegt", sagte ihr Sprecher, Jörg Fröhlich, der "taz".

Generalstaatsanwaltschaft ordnet Ermittlungen an

Wiesenhof selbst hatte nach der Einstellung des Verfahrens in Verden seine Subunternehmer noch einmal aufgefordert, sämtliche Tierschutzrichtlinien einzuhalten. PETA gab sich damit jedoch nicht zufrieden und beschwerte sich - offenbar mit Erfolg - bei der Generalstaatsanwaltschaft in Celle. Wiesenhof und auch die Generalstaatsanwaltschaft waren am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen."

Quelle ndr.de

Na wenn das keine guten Nachrichten sind :) Für mich mal wieder Grund genug, per mail Wiesenhof zu den gelungenen Schlagzeilen zu gratulieren :)

Und noch eine weitere gute Nachricht von Wiesenhof: Die 800.00 beschlagnahmten Hähnchen von Wiesenhof dürfen nicht mehr verkauft werden, daraus wird jetzt Tierfutter hergestellt ;)

Freitag, 23. September 2011

Antwort von Famila...

Famila hat schon geantwortet! Aber die Antwort klingt mal wieder richtig nach der PR-Agentur Engel & Zimmermann AG!! Es wäre Bildmaterial von letztem Jahr gezeigt worden und die damalige Pächterin wäre selbst Schuld an der Situation, da könnte Wiesenhof nix zu! Und sie verweisen auf die Homepage von Wiesenhof, wo zu den Vorwürfen Stellung genommen wird...


Also das war mein Schreiben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

in dieser Woche haben Sie Wiesenhof-Produkte im Angebot, 3 Hähnchen für 6 EUR! Das ist eine absolute Frechheit! Haben Sie im Norden keine Fernseher oder haben Sie schlichtweg kein Gewissen? Die ARD-Reportage "System Wiesenhof" ist nur kurze Zeit her und Sie verkaufen diese Produkte fröhlich weiter??

Die Schweizer Supermärkte haben es vorgemacht, dort wurden die Wiesenhof-Produkte bereits aus den Geschäften verbannt.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum Famila die Produkte weiterhin anbietet, und das auch noch zu Billig-Preisen? Wollen Sie so die verärgerten Kunden wieder an diese Tierqual-Produkte heranführen? JEDES verkaufte Produkt führt dazu, dass diese Verbrechen an Mensch, Tier und Umwelt (wie der Name der Reportage schon verdeutlichte) ungehindert weitergehen!!

Stellen Sie sich Ihrer Verantwortung und kündigen Sie die Geschäftsbeziehung zu Wiesenhof!

Ich hoffe auf Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen


Und hier die unverschämte Antwort:
Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank für Ihre Email, zu der wir gern Stellung nehmen.

Bereits im Januar 2010 gab es einen Bericht über Wiesenhof, der über Report Mainz ausgestrahlt wurde. Eine ehemalige Pächterin hatte Filmmaterial, zur Verfügung gestellt, das auf ihrer Farm im Jahr 2009 aufgenommen und in dem Bericht verwendet wurde. Das gleiche Filmmaterial wird nun in diesem neuen Bericht, ausgestrahlt am 31. August 2011 über ARD-exklusiv, verwendet.

Die Pächterin selbst war verantwortlich für das Wohl der Tiere auf der Farm, weshalb die gezeigten Zustände ausschließlich ihr Verschulden waren. Die Firma Wiesenhof hatte sich bereits im Jahre 2009 wegen der unhaltbaren Zustände auf dem Hof von diesem Betrieb getrennt, und im Jahre 2010 nach Veröffentlichung der Bilder gegen die Pächterin Klage wegen Tierquälerei erhoben.

Nach der Ausstrahlung des Reports im August haben wir sofort mit dem Unternehmen Wiesenhof Kontakt aufgenommen, um deren Stellungnahme zu den Vorwürfen einzufordern. Zudem ergab ein weiteres, außerplanmäßiges Lieferantenaudit, dass alle Kontrollen in Ordnung waren. Die Firma Wiesenhof nimmt auf ihrer Seite http://newsroom.wiesenhof-online.de/ umfassend zu den Vorwürfen Stellung.

Die Nutztierhaltung ist gesetzlich geregelt, so dass Tiere tiergerecht gehalten werden müssen. Tierquälerei darf natürlich nicht vorkommen! Wir blicken auf eine langjährige, gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Firma Wiesenhof zurück und uns ist bekannt, dass die im ARD-Report gezeigten Bilder nicht der Standard in Wiesenhof Betrieben ist.

In einem so großen Unternehmen wie Wiesenhof, dem 800 Tierfarmen angeschlossen sind, ist es nicht immer einfach, alle Verstöße gegen die Nutztierhaltung zeitnah aufzudecken, die möglicherweise auch durch Fremdfirmen begangen werden. Eine 100%ige Sicherheit gibt es somit zwar bedauerlicherweise nicht, doch Wiesenhof und auch Händler wie famila sind auf das Äußerste bemüht, durch ständige amtliche und nichtamtliche Kontrollen, zu prüfen, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden und um mögliche Missstände aufzudecken und zu beheben!

Famila arbeitet eng mit verschiedenen Tierschutzorganisationen zusammen - die bekannteste davon ist zum Beispiel Vier Pfoten - um auch von nichtamtlicher Seite Berichte zu erhalten, ob Verstöße gegen den Tierschutz in einzelnen Betrieben vorliegen. Dies wurde uns bislang jedoch nicht bestätigt, so dass wir auch weiterhin unser Vertrauen in Wiesenhof setzen.

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnten und wenn wir Sie bald wieder bei famila begrüßen dürfen.

Mit vielen freundlichen Grüßen


Das bedeutet für mich: Gleich nochmal ´ne mail an die schicken ;-)

Donnerstag, 22. September 2011

3 Wiesenhof-Hähnchen für 6 € bei Famila!!

Ich glaub es nicht!! So eine Unverschämtheit!! Bei Famila gibt es 3 ganze Wiesenhof-Hähnchen für schlappe 6 EUR!! Ist das der Ausverkauf oder was?? Hier die Werbeanzeige von Famila...

Ich frag da jetzt erstmal nach ob sie im Norden keine Fernseher haben oder kein Gewissen!!

Wer möchte, kann ja auch mal ´ne kurze mail schicken, hier die Adresse:

kontakt@famila-nordost.de

Dienstag, 20. September 2011

TV-Tipp: Heute 21:45 Uhr, ARD: "Gefährliches Geflügel"

Und hier noch ein ganz knapper TV-Tipp. HEUTE um 21:45 Uhr auf ARD kommt die Reportage "Gefährliches Geflügel". Wem die Undercover-Videos von Wiesenhof noch nicht den Hunger auf Hühnchen verdorben hat, der sollte sich diese Reportage auf jeden Fall ansehen...

Eine bundesweite Untersuchung ergab, dass Geflügelfleisch (bei Puten waren es sogar 42% !) mit MRSA (multiresistente Keime) belastet sind... Multiresistente Keime breiten sich durch den hohen Einsatz von Antibiotika in der konventionellen Mast aus. Das bedeutet, dass die Keime gegen Antibiotika restistent sind, auch wenn sie auf den Menschen übertragen werden!! Deshalb soll man beim Zubereiten von Geflügelfleisch unbedingt auf Hygiene achten und das Fleisch gut durchgaren...

Also bei den alarmirenden Zahlen von verseuchtem Fleisch sollten sie mal lieber dazu raten, komplett auf Geflügel zu verzichten! Ich finde es wirklich erschreckend, dass der Verbraucher seine Gesundheit wegen ein paar Minuten Genuss aufs Spiel setzt! Aber wahrscheinlich wissen darüber nur die wenigsten Menschen überaupt Bescheid...

Hier mehr Infos zur Sendung...

... und die nächste Lüge...

Und die nächste Antwort, diesmal von REWE. Die Antwort hört sich bisher zwar am besten an, aber man kann schon rauslesen dass sich da höchstwahrscheinlich nichts ändern wird....

Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank für Ihr Schreiben.

Die REWE Group hat auf die ARD-Reportage „Das System Wiesenhof“ vom 31. August 2011 unmittelbar reagiert und die Geschäftsführung von Wiesenhof zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die REWE Group erwartet von Wiesenhof eine lückenlose und zweifelsfreie Aufklärung der in diesem Beitrag gemachten Vorwürfe und distanziert sich mit aller Entschiedenheit von sämtlichen tierquälerischen Praktiken. Die REWE Group behält sich vor, soweit Wiesenhof Produkte bezogen werden, diese durch Alternativlieferanten zu ersetzen.

Tierschutz hat für die genossenschaftliche REWE Group einen hohen Stellenwert. Daher toleriert das Unternehmen keine Verstöße dagegen, ganz gleich ob diese von einem Lieferanten oder einer von ihm beauftragten Firma begangen wurden.

==>> Was mir mal wieder direkt auffällt ist dieses übertriebene Eigenlob bezüglich des Tierschutzes... Bla bla bla... Das können sie alle gut!! Aber warum handelt dann keiner mal???

Montag, 19. September 2011

Die ersten Antworten von deutschen Supermärkten bezüglich Wiesenhof sind da...

Ich hatte gestern diese email an Kaufland, REWE, Real und Edeka mit dem Betreff "Beenden Sie die Geschäftsbeziehung zu Wiesenhof" geschickt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sicherlich sind Ihnen die Vorwürfe gegen die Firma Wiesenhof bereits bekannt.

Die Schweizer Supermarktketten Coop, Denner und Migros haben darauf bereits reagiert und Wiesenhof-Produkte aus dem Sortiment genommen. Angesichts der grausamen Bilder, die im Fernsehen und im Internet kursieren ist dieser Schritt die unausweichliche logische Konsequenz.

Ich bitte Sie hiermit, diesen Schritt ebenfalls zu gehen und Produkte der Firma Wiesenhof aus Ihrem Sortiment zu nehmen.
Es ist unverantwortlich den Menschen, Tieren und der Umwelt gegenüber (wie der Titel der Reportage "System Wiesenhof" bereits deutlich machte) Produkte aus derartiger Tierquälerei anzubieten!! Mit jedem verkauften Produkt wird den verbrecherischen Machenschaften finanzielle Unterstützung gewährt!

Skandale in diesem Ausmaß können von einem Lieferanten nicht mehr länger hingenommen werden, es ist Zeit endlich zu handeln! Wie viele negative Schlagzeilen und leere Versprechungen bedarf es noch von der Firma Wiesenhof, damit endlich die Produkte ausgelistet werden??

Sie müssen sich Ihrer Verantwortung stellen und handeln! Zeigen Sie dem Kunden, dass Ihnen Tier- und Umweltschutz wichtig sind!

Ich hoffe auf Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen


Von Kaufland und REWE kam noch keine Antwort. Aber dafür von Edeka diese hier:

Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank, dass Sie sich an uns gewandt haben.

Bitte seien Sie versichert, dass wir gerade in unserem Geflügel-, Fleisch- und Wurstsortiment kontinuierlich auf die Einhaltung höchster Qualitätsstandards und die Beachtung entsprechender Tierhaltungsstandards achten.

Wir nehmen die in dem kritischen ARD-Beitrag vom 31.08.2011 erhobenen Vorwürfe gegen die Firma Wiesenhof sehr ernst. Wir sind entsprechend in engem Dialog mit Wiesenhof und prüfen derzeit die im Filmbeitrag dargestellten Anschuldigungen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir erst nach sorgfältiger Klärung des Sachverhalts über etwaige weitere Maßnahmen entscheiden können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr EDEKA Kundenservice


Und das ist die Antwort von Real:

Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 18.09.2011.

Sie haben sich aufgrund der aktuellen Berichterstattung in den Medien über das Unternehmen Wiesenhof mit einer Anfrage an uns gewandt. Darauf möchten wir Ihnen antworten.
Die Einhaltung von strengen Qualitätsanforderungen hat für uns höchste Priorität. Aus diesem Grund verpflichten wir unsere Lieferanten zur Einhaltung des International Featured Standard Food (IFS Food), der detaillierte Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem, die Personalhygiene und die Betriebsausstattung unserer Lieferanten beinhaltet. Die Einhaltung des Standards wird durch regelmäßige Audits vor Ort überprüft. Wiesenhof hat die Erfüllung der IFS Food-Anforderungen über eine entsprechende Zertifizierung nachgewiesen.
Darüber hinaus vertreibt Wiesenhof ausschließlich QS-zertifizierte Ware. QS ist ein stufenübergreifendes Qualitätssicherungssystem, bei dem durch betriebliche Eigenkontrollen und deren unabhängige Überwachung durch Zertifizierungsstellen die Einhaltung der Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit überwacht wird. Von QS beauftragte neutrale Zertifizierungsstellen haben bereits seit April 2011 aufgrund von Berichterstattungen verstärkt unangekündigte Stichproben- und Sonderaudits in Schlachtbetrieben der Wiesenhofgruppe durchgeführt. In keinem der von QS beauftragten Audits wurden Abweichungen festgestellt, die einen unmittelbaren Rückschluss mit den im Beitrag erhobenen Vorwürfen zulassen.
Neben den o.g. Zertifizierungen werden die an real,- gelieferten Produkte zudem regelmäßig von externen Laboren auf alle qualitätsrelevanten Parameter und die Einhaltung der Hygieneanforderungen hin untersucht. So können wir gewährleisten, dass wir ausschließlich sichere und gesundheitlich unbedenklich Ware in den Verkauf bringen.
Darüber hinaus ist real,- im Bereich Tierschutz sehr aktiv und beteiligt sich auch über das übliche Maß hinaus an zahlreichen Tierschutzmaßnahmen. Grundlage für die Überprüfung der tierschutzgerechten Haltung sind insbesondere das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. In den für die QS-Zertifizierung geforderten Kriterien sind sehr detaillierte Vorgaben bezüglich der Tierpflege, den Ausläufen und den Haltungsgebäuden definiert. Durch regelmäßige Kontrollen der landwirtschaftlichen Betriebe durch Sachverständige wird die Einhaltung der Vorgaben überprüft.

Auch in anderen Bereichen tragen wir beim Tierschutz zu mehr Transparenz bei. Wir distanzieren uns entschieden von Praktiken wie der so genannten „Stopfmast“ oder dem „Lebendrupf“ und führen entsprechende Produkte nicht im Sortiment. Die Betriebe, die uns mit Gänsen und Enten beliefern, lassen wir durch neutrale Instanzen kontrollieren.
In darüber hinaus gehenden Gesprächen stehen wir mit unseren Lieferanten, dem Tierschutzbund, der Albert-Schweitzer-Stiftung und anderen Tierschutzorganisationen permanent in Kontakt, um eine Verbesserung des Tierschutzes zu realisieren. Wir sind der Überzeugung, dass mit dieser Herangehensweise dem Ziel des Tierschutzes in sehr hohem Maße gedient ist.
Wir nehmen die Vorwürfe gegenüber Wiesenhof sehr ernst und stehen mit Wiesenhof im engen Kontakt. Uns gegenüber konnte in Gesprächen glaubhaft bestätigt werden, dass die in dem Bericht dargestellten Missstände jeweils unmittelbar nach Bekanntwerden abgestellt wurden und mittlerweile der Vergangenheit angehören. Die Partnerlandwirte von Wiesenhof unterliegen ständigen Kontrollen durch unabhängige Zertifizierungsinstitute und die zuständigen Veterinärbehörden. Auch überzeugen wir uns persönlich im Rahmen von Audits vor Ort regelmäßig von den Haltungsbedingungen und konnten auch hier bislang keine Verstöße feststellen. Dazu stehen wir sowohl in ständigem Kontakt mit unseren Ansprechpartnern bei Wiesenhof wie auch mit weiteren zuständigen Institutionen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie bald wieder in einem unserer real,- SB-Warenhäuser begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

==>> Das ist doch wieder nur leeres Gefasel, um die Verbraucher zu beruhigen... Es wird nichts passieren, wenn der Verbraucher nicht locker lässt und weiter die Produkte boykottiert und protestiert!


Also ich werde Real gleich mal antworten; mal sehen ob ich dann mal eine individuelle Antwort bekomme!

Update 22.09.: Antwort von Kaufland:

Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 22.09.2011.

Im Rahmen der Sortimentsgestaltung setzt Kaufland sich aktiv für den Tierschutz ein – dies ist ein wichtiger Bestandteil unserer Einkaufspolitik. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Tieren ist uns dabei wichtig, daher nehmen wir derartige Vorwürfe sehr ernst.
Die in der Reportage „ARD-exklusiv“ dargestellten Sachverhalte entsprechen nicht den Anforderungen, die wir an unsere Lieferanten stellen und sind nicht mit unserer Geschäftspolitik vereinbar. Wir stehen mit Wiesenhof in persönlichem Kontakt und fordern zwingend die Einhaltung von Tierschutznormen sowie die Durchführung von konsequenten und zielgerichteten Maßnahmen, um derartigen Missständen vorzubeugen bzw. diese abzustellen.
Grundsätzlich sind wir bestrebt, unser Angebot an Produkten aus alternativen Haltungsformen kontinuierlich auszubauen und entsprechende Produkte in unser Sortiment aufzunehmen. So bieten wir in unseren Filialen beispielsweise Freilandhähnchen der Marke „Nature & Respect“ an. Zudem haben wir gemeinsam mit einem Lieferanten und einer Tierschutzorganisation Maßnahmen initiiert, um Haltungsstandards zu etablieren, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen.

Es würde uns freuen, wenn wir Sie weiterhin zu unseren zufriedenen Kunden zählen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen


==>> Auch Kaufland werde ich zurückschreiben und die Frage stellen, warum sie noch weiterhin Wiesenhof-Produkte anbieten, wenn (wie es in der mail heisst) die dargestellten Sachverhalte nicht ihren Anforderungen an Lieferanten entsprechen und es nicht mit ihrer Geschäftspolitik vereinbar ist!?



Update 23.09.11: erneute Antwort von Kaufland:

Sehr geehrte Frau XXX,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 23.09.2011.

Die aufgezeigten Missstände sind für uns nicht akzeptabel. Wir sind mit Wiesenhof in Gesprächen, mit der Zielsetzung, dass Wiesenhof zwingend geeignete Maßnahmen einleitet, um Missstände abzustellen. Die Umsetzung wird von uns durch unangekündigte Audits überprüft und nachgehalten.

Ein Abbruch der Geschäftsbeziehung zu Wiesenhof ist aus unserer Sicht nicht zielführend. Unser Ansatz ist es, unsere Lieferanten aktiv in Tierschutzfragen einzubeziehen, um einen verantwortlichen Umgang mit Tier und Natur zu erzielen.

Na super!!

Sonntag, 18. September 2011

Wiesenhof-Boykott via Facebook und co.

Und schon wieder komme ich zum Thema Wiesenhof... Auf deren Homepage kann man sich jetzt zu den Vorwürfen gegen Wiesenhof äußern und erhält auch Antworten von denen. Ist schon ganz interessant, was die Leute da so schreiben, die meisten sind auf jeden Fall sauer und rufen zum Boykott auf :)

Hier kommt ihr zum Wiesenhof-Newsroom...

Kommentieren kann man dort ohne vorherige Registrierung ;-)

...ach ja, bei Facebook sind übrigens auch die Supermärkte Kaufland, REWE, Real und Edeka vertreten, da geht es auch schon um das Thema Wiesenhof (vor allem bei REWE gehts voll ab!), dort könnt ihr ja vielleicht auch mal was zum Thema posten, damit die Supermärkte merken, dass dieses Thema doch viele Verbraucher beschäftigt und die meisten den Boykott der Produkte fordern ;-)

Donnerstag, 15. September 2011

Wiesenhof-Chef ist Träger des Bundesverdienstkreuzes

Haha, dass ich nicht lache!!! Da lese ich gerade beim Vegetarierbund, dass der Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann 2004 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen hat. Und jetzt haltet euch fest, jetzt kommt die lächerliche Begründung:
"....er habe sich durch vielfältiges und langjähriges Engagement sowohl in seinem Unternehmen, als auch in verschiedensten ehrenamtlichen Positionen um das Wohl der Allgemeinheit verdient gemacht"

Das Wohl der Allgemeinheit?? Die meinen doch sein eigenes Wohl! Die Reportage hat ja gezeigt, welche Löhne dieser "Wohl"-Täter seinen Arbeitern zahlt und wie dort mit Lebewesen umgegangen wird!!!



Der Vegetarierbund fordert jetzt die Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes...

Hier könnt ihr bei der mail-Aktion vom VEBU mitmachen...


Ich habe heute übrigens erstmal ausgedruckte Zettelchen mit Linkverweis auf das Viedo und dem Text "Wiesenhof quält Tiere" im Supermarkt bei sämtlichen Wiesenhof-Produkten ausgelegt ;)

Mittwoch, 7. September 2011

Der größte Geflügelschlachthof Europas nimmt Betrieb auf: 2,6 Mio. Todesopfer pro Woche in Wietze!!

Oh nein!!!!!! Ich habe gerade gelesen, dass der Mega-Schlachthof in Wietze seinen Betrieb aufgenommen hat!!!



2,6 Mio. Hähnchen werden nun pro Woche geschlachtet!!! Diese Zahl muss man sich mal vorstellen!!! Wie viele Tiertransporter müssen denn da bitte jeden Tag vorfahren??? Das ist doch Wahnsinn!!!! 400 Mastställe sollen im Umkreis von 150 km entstehen...

Hier gibts ein Video zum Produktionsbeginn beim NDR...

Die Firma Celler Land Frischgeflügel wirbt auf ihrer Homepage regelrecht mit der Inbetriebnahme der Schlachtanlage... Es laufen derzeit noch 2 Klagen gegen die Betriebsgenehmigung...

Freitag, 2. September 2011

Wiesenhof startet Image-Kampagne...

Ja nee is klar!!! Da blieb Wiesenhof doch nichts anderes übrig, als jetzt endlich mal zu handeln...

Hier ein interessanter neuer Artikel zur Image-Kampagne von Wiesenhof...

"Nach der Ausstrahlung der ARD-Reportage "Das System Wiesenhof" zieht der Geflügelkonzern erste Konsequenzen. So verlangt der Hof von seinem Subunternehmer, für das Verladen von Tieren verantwortliche Mitarbeiter sofort freizustellen. Damit will Wiesenhof sicherstellen, dass keiner der durch den ARD-Bericht identifizierbaren Mitarbeiter der Fremdfirma künftig bei einem Partnerlandwirt eingesetzt wird."


Na immerhin!!

Weiter heisst es im Bericht:

"Tatsächlich startet gegenwärtig eine riesige PR-Kampagne. Neben den üblichen Pressemitteilungen werden verstärkt eigene YouTube-Videos hochgeladen, Twitter-Meldungen verbreitet und weitere Web-Tools genutzt um die Verbraucher zu erreichen. Die klare Nachricht: „Wir handeln Verantwortungsbewusst“. Doch auch Tierschutzaktivisten sind alarmiert und starten im Internet eine Gegenkampagne. Mittlerweile wurde gegen das Unternehmen auch eine Klage wegen Tierquälerei eingereicht."




Es bleibt also spannend!! Da sieht man mal wieder, dass Aufklärungsarbeit wirklich etwas bewirken kann!

Donnerstag, 1. September 2011

Arschlochbetrieb Wiesenhof

Sorry für meine Ausdrucksweise aber mir ist einfach keine passendere Bezeichnung für dieses "Unternehmen" eingefallen... Die Reportage gestern war einfach nur heftig... Aber es ist ganz gut, dass diese schrecklichen Bilder gezeigt wurden!

Eben auf RTL kam auch nochmal ein 5-minütiger Beitrag dazu; es ging mit den Worten "Bei Wiesenhof werden Tiere grob misshandelt" los, und das zur besten Sendezeit um 18.45 Uhr :)

Übrigens, die Reportage gestern haben 3,08 Mio. Menschen gesehen :)


Heute wurde das neue Undercover-Video bei PETA veröffentlicht. Viele Bilder daraus wurden bereits gestern in der Reportage gezeigt...

Wer von euch starke Nerven hat, kann sich das ganze Video anschauen... Aber das sind wirklich schlimme Szenen; wem die Reportage gestern schon zuviel war, sollte das lieber nicht sehen...



Hier die ganze traurige Geschichte über Wiesenhof...

Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso soviele Mitarbeiter auf die Tiere einprügeln, sie treten und meterweit durch die Luft schleudern?? Die Verladekisten werden auch regelrecht auf den Boden gescheppert, mit LEBENDEN TIEREN DRIN!!! Was sind das für Menschen?? Das kann doch nicht nur daran liegen, dass sie komplett unterbezahlt sind und so ihren Frust rauslassen wollen oder?? Ich kann es echt nicht verstehen. Diese Leute sollten persönlich dafür angezeigt werden, JEDER EINZELNE!!

Der Spruch in dem PETA Video "Bei Wiesenhof wird das Tierschutzgesetz buchstäblich mit den Füßen getreten"
trifft es leider auf den Punkt...

Und die kläglichen Versuche von dem Chef des Tierquäler-Ladens sich rauszureden waren einfach nur lächerlich!!! Er hätte ja angeblich von nichts gewusst und es würden sofort personelle Konsequenzen gezogen, na klar!!! Nach dem letzten Skandal 2010 sollten auch personelle Änderungen folgen, aber es sind alle noch bei Wiesehof beschäftigt, die auch schon 2010 unzählige Tiere in die Verladeboxen gestopft haben und ihnen per Hand das Genick gebrochen haben!!!

Jetzt werde ich erstmal fleißig dieses Video im Internet verbreiten und natürlich nochmal Wiesenhof anschreiben und ihnen zu den Top Einschaltquoten zur besten Sendezeit gratulieren! Das war doch mal kostenlose Werbung :)

Und ich werde mich für meinen nächsten Supermarkt-Einkauf mit kleinen Zetteln "bewaffnen", auf denen Links von den Wiesenhof-Videos stehen und diese zwischen die Wiesenhof-Produkte legen... Falls sich doch mal jemand aus Versehen etwas von Wiesenhof kaufen möchte :)

Dienstag, 30. August 2011

Email von Wiesenhof...

Heute gab es virtuelle Post von Wiesenhof, wer hätte das gedacht! Aber lest am besten selbst:

Sehr geehrte XXX,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wiesenhof stellt sich seit Jahrzehnten seiner Verantwortung und steht im engen Dialog mit seriösen Tierschutz- und Verbraucherorganisationen, Wissenschaft und der Öffentlichkeit.

Das Unternehmen hat bereits in der Vergangenheit versucht, Hähnchen aus alternativer Haltung marktfähig zu machen. Obwohl 2004 mit dem Tierschutzpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, fand das sog. „Weidehähnchen“ nicht genügend Abnehmer. Auch die Biohähnchen, die wir seit 2002 anbieten, bleiben ein Nischenprodukt. Wären die Verbraucher hierzulande bereit, für Geflügel aus besonderen Haltungsformen tiefer in die Tasche zu greifen, würden wir sicherlich nicht nur 0,25 % Biogeflügel schlachten.

Ein Teil der Verbraucher wünscht sich geänderte Haltungsbedingungen für Nutztiere. Tatsache ist aber auch, dass viele Verbraucher zögern, für ein Extra an Tierwohl mehr Geld auszugeben. Mit Privathof-Geflügel unternimmt Wiesenhof einen neuen Anlauf, um Hähnchen aus alternativer Haltung im Markt zu etablieren. Auch wenn der Großteil der Verbraucher weiterhin zu konventioneller Ware greifen wird, die – das muss in diesem Zusammenhang auch gesagt werden – qualitativ hochwertig ist. Privathof-Geflügel ist ein neues Konzept zur alternativen Hähnchenhaltung, an dem Wiesenhof zusammen mit Wissenschaftlern und Experten des Deutschen Tierschutzbundes bereits seit über einem Jahr arbeitet.

Sollten Sie weitere Fragen dazu haben, können Sie sich gerne melden.

Freundliche Grüße


Wie schön, dass sie extra erwähnen, dass sie mit seriösen Tierschutzorganisationen zusammenarbeiten... Also sind alle, die an der Reportage mitgewirkt haben unseriös? Ist klar... Also ganz zufriedenstellend ist die Antwort auch mal wieder nicht... Na ja, auf jeden Fall freue ich mich schon auf die Reportage morgen :)

Montag, 29. August 2011

Wiesenhof wollte Reportage verhindern: erfolglos!

Wie geil ist das denn bitte??? Da wollte Wiesenhof doch tatsächlich schon Ende Juli die Ausstrahlung der Reportage "System Wiesenhof" verbieten lassen... Hier ein Bericht dazu...
Jetzt wurde bei ARD eine Programmbeschwerde von Wiesenhof eingelegt...

"Laut Wiesenhof wäre die Reportage nicht richtig recherchiert, unausgewogen, unwahr und unsachlich.
Außerdem ließe man sich laut Wisenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann von radikalen Tierschützern leiten.
"

Ist klar!!! Also das einzigste, was Wiesenhof mit dem kläglichen Verhinderungs-Versuch geschafft hat, ist noch mehr Aufmerksamkeit auf die Reportage zu lenken. GLÜCKWUNSCH!!

Und von PETA gibt´s als Schmankerl auch noch ´ne Srafanzeige obendrauf... :)

Sonntag, 28. August 2011

Wiesenhof kündigt tierfreundliches Produkt an: lächerlich!

Passend zur Sendung "System Wiesenhof - Wie ein Geflügelkonzern Menschen, Tiere und Umwelt ausbeutet" hat Wiesenhof eine Pressemitteilung herausgegeben, in der das Hähnchen aus alternativer Haltung angekündigt wird... Das sogenannte "Privthof Geflügel" (der Name an sich ist schon lächerlich und irreführend, da es auch aus Massentierhaltung stammt) darf ganze 10 Tage länger leben, wow! Und das nennen sie dann eine besonders langsame, tierfreundliche Aufzucht... "Tierwohlaspekte spielen bei der Aufzucht von Privathof-Geflügel die zentrale Rolle." laut Pressemitteilung... Aha?!

HIER gibts ein Video zum angepriesenen neuen "Alternativ-Hähnchen"... Es werden saftige Wiesen und Felder gezeigt und dann sieht man wieder Bilder aus der Mastanlage... Das ist eine totale Verbrauchertäuschung; die Tiere kommen nämlich nie aus ihrer stickigen Mastanlage raus, nur wenn sie zum Schlachten abgeholt werden!!! Das "Alternativ-Huhn" bekommt sogar echtes Sonnenlicht in der Anlage zu sehen; das heisst doch, dass die anderen Hühner von Wiesenhof in Dunkelheit gehalten werden! Strohballen und Sitzstangen sollen zum Wohl der Tiere beitragen... Und ein Wintergarten steht den Tieren angeblich zur Verfügung; ob der aber wirklich regelmäßig geöffnet wird ist sehr fraglich...

Man man man, da haben sie aber keine Kosten und Mühen gescheut, was? Und dafür zahlt der Verbraucher bestimmt mal locker den doppelten Preis!!
„Jetzt kann der Verbraucher entscheiden, wie viel ihm ein Mehr an Tierwohl wert ist.“ heisst es in der Pressemitteilung... Wenn es danach geht würden sie wohl alle Kunden verlieren...


Aber es ist echt clever von Wiesenhof, gerade jetzt diese Ankündigung des Alternativ-Hähnchens zu machen; die wollen damit nur erreichen, dass nach der Sendung die Kunden auf ihrer Homepage sehen, dass Wiesenhof sich für den Tierschutz einsetzt, lächerlich!!!

Ich hab mich natürlich mal wieder direkt mit Wiesenhof in Kontakt gesetzt, hier meine email zu ihrer plötzlichen Tierliebe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die letzten Skandale (Stern-Bericht über Ihren Betrieb in Möckern und die Videos von PETA über Ihre Tierquälereien) haben mir schon bestätigt, mit welchen Mitteln in Ihrem Unternehmen gearbeitet wird.

Und dann sehe ich in der Fernsehzeitung für den 31.08. die Sendung mit dem passenden Titel "System Wiesenhof - Wie ein Geflügelkonzern Menschen, Tiere und Umwelt ausbeutet". Da frage ich mich, wie Sie es trotz der Häufungen an negativen Schlagzeilen schaffen, Ihre Produkte an den Verbraucher zu bringen...

Auf Ihrer Homepage habe ich dann gelesen, dass Sie am 25.08. eine Pressemitteilung herausgegeben haben um neue Produkte aus alternativer Haltung anzukündigen.
Das ist aber ein Zufall, dass Sie gerade jetzt mal an den Tierschutz denken, das machen Sie doch nicht aus reiner Selbstlosigkeit oder gar Tierliebe??
Für mich ist das ein Schuldgeständnis Ihrerseits! Anscheinend haben Sie Ihre Tiere zuvor nicht artgerecht gehalten!

Und das Video zu Ihrem "Privathof-Geflügel" ist eine arglistige Verbrauchertäuschung! In dem Video sind grüne Wiesen und Felder zu sehen, dann werden wieder Bilder aus der Hühnermastanlage gezeigt. Der Verbraucher bekommt so den Eindruck einer Idylle, die in der Realität nicht exisitert (zumindest nicht für die Tiere!).

Der geschickt gewählte Begriff "Privathof" (da hat Ihre Marketing-Abteilung ganze Arbeit geleistet!) suggeriert dem Verbraucher den Eindruck von einem kleinen idyllischem Bauernhof, indem der Bauer die Tiere noch per Namen kennt. Das ist lächerlich!! Hinter dem Begriff "Privathof" steht eine riesige Mastanlage, in der die Tiere alternativ noch genauso ausgebeutet werden wie unter dem Namen Wiesenhof!!!!

Der einzigste Vorteil des "Privathof-Geflügels" wird der sein, dass Sie noch mehr Umsatz machen. Der Kunde zahlt für eine Leistung (die artgerechte Haltung), die nicht erfolgt... Und dass ein Huhn 10 Tage länger leben darf nennen Sie eine artgerechte Haltung? Das ist ebenfalls eine tierquälerische Turboaufzucht!

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Fernsehabend am Mittwoch!

Mit freundlichen Grüßen

Die sollen ruhig schonmal merken, dass die Sendung gesehen wird!!