Donnerstag, 10. Februar 2011

Eil-Aktion zum Tierschutzpaket

Ich hatte gestern bereits über die möglichen Verbesserungen im Tierschutz berichtet, die Ilse Aigner jetzt durchsetzen möchte... Passend dazu hat die Albert-Schweitzer-Stiftung eine Eil-Aktion gestartet... Sie fordern von der Bundeslandwirtschaftsministerin eine zeitnahe Umsetzung und noch weitere Verbesserungen; dazu wollen sie Frau Aigner 10.000 Unterschriften überreichen...

Diese Punkte werden gefordet:

1. Wir brauchen zeitnah ein echtes Käfigverbot – nicht nur einen Stopp des Baus neuer Anlagen. Neben Legehennen müssen auch Kaninchen, Schweinen und Wachteln die Qualen der Käfighaltung erspart bleiben.
2. Nicht nur die Ferkelkastration muss abgeschafft werden, sondern alle Verstümmelungen wie das Kürzen von Schnäbeln, das Abtrennen von Schwänzen, Hörnern und Zehengliedern sowie das Abschleifen von Zähnen.
3. Zum echten Schutz von Wildtieren gehört ein Wildtierverbot in Zirkussen. Einige Quadratmeter mehr oder weniger sind keine Lösung. Dass ein Verbot auch den juristischen Attacken der Zirkuslobby standhält, zeigt das Beispiel Österreichs.
4. Ein Tierschutzlabel muss verpflichtend und leicht verständlich sowie analog der bewährten Eierkennzeichnung aufgebaut sein. Wenn sich keine rasche europäische Lösung abzeichnet, muss Deutschland seinen eigenen Spielraum zur Umsetzung voll ausnutzen.
5. Das Qualzuchtverbot muss verschärft und so geregelt werden, dass es auch zur Anwendung kommt. Zuchtlinien, bei denen die Tiere unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen (insb. die gängigen Puten- und Masthühnerlinien) müssen abgeschafft werden.
6. Die Besatzdichten in der "Nutztierhaltung" müssen generell gesenkt werden. Beispielsweise ist es nicht vermittelbar, dass 25 Masthühner auf einem Quadratmeter gehalten werden.
7. Für inländische Tiertransporte muss eine zeitliche Höchstgrenze, unabhängig von der Art des Fahrzeugs, festgelegt werden. Grenzüberschreitende Transporte müssen auf EU-Ebene zeitlich strikt begrenzt werden.
8. Um Fehlbetäubungen bei der Schlachtung zuverlässig zu vermeiden, muss die permanente Anwesenheit amtlicher Kontrollpersonen von der Ankunft im Schlachthof bis zum Tod des Tieres sowie die nachträgliche Untersuchung aller Tierkörper auf etwaige Fehlbetäubungen verbindlich angeordnet werden. Mindestens sind die Vorgänge auf Video festzuhalten und den Veterinärämtern auszuhändigen.
9. Die baurechtliche Privilegierung von industriellen Tierhaltungen muss abgeschafft werden.
10. Der Trend der kontinuierlich steigenden Tierversuchszahlen muss umgekehrt werden. U.a. durch die Einführung einer Genehmigungspflicht für alle Versuchsvorhaben an Wirbeltieren; die Einrichtung eines zentralen Kompetenzzentrums, das u.a. zur über vorhandene Alternativmethoden informiert; die anonymisierte Veröffentlichung von Tierversuchsanträgen; die umfassende rückblickende Bewertung aller stattgefundenen Tierversuche sowie die Einführung einer absoluten Schmerz-Leidens-Grenze

==>> An der Aktion kann man sich hier beteiligen... (Und nicht vergessen, die Antwort-email zu bestätigen...)

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