Mittwoch, 24. März 2010

Gequälte Kaninchen

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Haltungsverordnung für Mastkaninchen. Das ist unvorstellbar! In Deutschland kann demnach jeder Mäster so viele Kaninchen in einen Käfig stopfen, wie er möchte, und dieses völlig legal! Bis zu 16 wachsende Kaninchen pro Quadratmeter sind die Regel. Damit haben die Kaninchen gerade mal so viel Platz wie auf einem DIN-A-Blatt.

Das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ berichtete am 22. März 2010 über die Qual der Mastkaninchen (21:45 Uhr, Das Erste), hier könnt ihr euch den kompletten Fernsehbericht noch einmal anschauen:

http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=6161068/pv=video/nid=233454/zyl61w/index.html

In dem Bericht wird das GGE-Siegel in Frage gestellt, denn dieses Siegel für artgerechte Tierhaltung scheint keinerlei Bedeutung zu haben.
Denn auch der von der GGE eingeführte, ausgestaltete Kaninchenkäfig ist Tierquälerei. In der Undercover-Reportage wurden in diesen Käfigen verstümmelte und verletzte Tiere vorgefunden. Die Tiere knabbern sich aus Langeweile und aufgrund der qualvollen Enge gegenseitig an, die albernen Metallketten zur angeblichen Beschäftigung in den neuen Käfigen werden von den Tieren nicht angenommen. Wahrscheinlich sollte dadurch nur das Siegel begründet werden!!

Man kann nur hoffen, dass die Supermarktketten, die ja nun der Hauptabnehmer dieser Tiere sind, darauf reagieren.
Lidl und Kaufland gehen da bereits mit gutem Beispiel vorran. Die Supermarktkette Kaufland hat nicht nur Käfigkaninchen im Regal, sondern seit kurzem auch Kaninchen aus Bodenhaltung. Die konsequenteste Haltung aller Supermarktketten verfolgt Lidl; der Discounter hat Kaninchenfleisch bereits 2007 aus seinem Sortiment gestrichen. Hoffentlich folgen dem noch weitere Supermarktketten!

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