Dienstag, 12. Januar 2010

Wiesenhof nimmt Stellung - Teil 1

Nach dem Auftachen eines Undercover-Videos aus einem Wiesenhof-Geflügelbetrieb nimmt Wiesenhof Stellung, auf der Homepage von Wiesenhof wird folgendes veröffentlicht:

"WIESENHOF stellt Strafanzeige gegen damalige Betreiberin der Eltertierfarm und gegen PETA


WIESENHOF hat am heutigen Dienstag, 12. Januar 2010, Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Verden gegen die damalige selbständige Betreiberin der Elterntierfarm in Twistringen gestellt. Von dort stammen die Aufnahmen, die am Montagabend von „report Mainz“ ausgestrahlt wurden. Das Vertragsverhältnis mit der Pächterin der betreffenden Elterntierfarm besteht bereits seit November 2009 nicht mehr. WIESENHOF wird dennoch Strafanzeige gegen sie stellen, weil sie ihrer vertraglichen Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist, Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen nicht unterbunden hat, das Unternehmen und die zuständigen Behörden nicht informiert hat, sondern stattdessen die Vergehen zugelassen und dokumentiert hat.

Unabhängig davon hat WIESENHOF bereits am vergangenen Freitag – nachdem das Unternehmen zusammen mit „report Mainz“ das Filmmaterial begutachtet hat – interne personelle und organisatorische Maßnahmen ergriffen, da die in dem Filmmaterial dokumentierten Verstöße für das Unternehmen absolut inakzeptabel sind und in keiner Weise den Unternehmensleitlinien für Tierschutz entsprechen.

WIESENHOF wird als Konsequenz aus diesem Einzelfall unter anderem mit den für die Verladung der Tiere verantwortlichen Fremdfirmen ab sofort nicht mehr zusammenarbeiten. Darüber hinaus wird das Unternehmen neben den bestehenden eigenen Kontrollen der Elterntierfarmen und Kontrollen durch unabhängige Zertifizierungsfirmen umgehend zusätzliche unangemeldete Kontrollen durch den Tierschutzbeauftragten des Unternehmens veranlassen.

WIESENHOF hat den begründeten Verdacht, dass der Farmleiter durch die Tierrechtsorganisation PETA instrumentalisiert wurde Die Tatsache, dass das Fehlverhalten augenscheinlich geduldet wenn nicht sogar gefördert wurde, legt diesen Verdacht nahe. WIESENHOF wird aus diesem Grund Strafanzeige gegen PETA stellen.

Unabhängig davon bedauern wir es, dass diese Verstöße von der verantwortlichen Betreiberin der Elterntierfarm nicht den Behörden oder unserem Unternehmen angezeigt wurden.

Trotz eines engmaschigen Kontrollnetzes, das neben den Elterntier-Landwirten auch die 800 Vertragslandwirte sowie sämtliche Herstellungsstufen umschließt, ist ein Fehlverhalten Einzelner leider nie 100prozentig auszuschließen. Unser schnelles und entschlossenes Handeln zeigt, dass wir Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen in keinster Weise akzeptieren."

Was sagt Ihr dazu? Kann man Wiesenhof glauben, dass sie solche Zustände in Zukunft nicht mehr hinnehmen? Oder handelt es sich dabei nur um leere Versprechen, um die Kunden nicht zu verlieren?

1 Kommentar:

  1. Da war wohl der Druck zu hoch und die Angst vor einem Imageverlust, ansonsten bin ich mir Sicher, hätte WIESENHOF das nicht besonders interessiert. Aber man muß ja froh sein, dass jetzt vielleicht öfters mal n Auge auf die Mastbetriebe geworfen wird!!!

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